GRABSTEDE - Die Handwerker waren noch mit der Einrichtung beschäftigt, da kamen schon die ersten Mieter. Erwin Fangmann, Erich Rothenburg und Rolf Wengler, die Ehrenamtlichen aus der Holzwerkstatt Bockhorn, bauen zur Zeit zwei große Insektenhotels in Grabstede auf, und das Interesse von Wespen und Wildbienen scheint enorm.

Das erste Hotel steht schon an der Straße Bentshöcht. Erwin Fangmann, der Ehrenortsbrandmeister von Grabstede, erzählt: „Hier war mal ein Wendeplatz für die Milchwagen, die ganz früher noch von Pferden gezogen wurden.“ An seiner Ecke nun wurde das Insektenhotel errichtet, über zwei Meter hoch, gedeckt mit alten, fast historischen Dachziegeln, die Zimmer hergerichtet aus Steinen und Holz. Dirk Fangmann steuerte sogar Torfscheite bei.

Die Handwerkergruppe gehört zur Dorfgemeinschaft Grabstede, deren Vorsitzender Helmut Tetz die Idee aus einer Nachbargemeinde mitgebracht hatte. Das zweite Insektenhotel wird in den nächsten zwei Wochen beim Dorfplatz am Ortseingang von Grabstede aufgestellt. Auf Betonfundamenten stehen starke Kanthölzer mit Querlatten, aus denen die Gefache für Steine, Holz und Torf gebildet werden. Zum Schutz vor Vögeln werden Drahtgitter angebracht.

Seit vielen Jahren schon werden diese Bauten von Naturschützern sehr geschätzt, weil vor allem in größeren Städten, aber auch in den manchmal steril anmutenden Gärten auf dem Lande immer weniger Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten wie hohle Bäume oder alte Schuppen vorhanden sind.

Zu den Bewohnern, die sich über verschiedene Etagen verteilen, gehören Ohrenkneifer, Marienkäfer, Grabwespen, Tagfalter und viele andere Insekten.