GRABSTEDE - Da knallten die Wasserkanister, da fiel die Puppe auf die Nase – die Kinder der Grundschule Grabstede waren schwer begeistert von der praktischen Verkehrserziehung rund um den „Einsteigerbus“. Und das Besondere dabei: Die ganze Angelegenheit wurde von einem ZDF-Team gefilmt. Ein großer Tag also für die Schule.
Der Hintergrund ist ernsthafter Natur. „Sinn und Zweck der Aktion ist, dass wir den Schulweg sicherer machen wollen, dass die Kinder lernen, wie sie sich beim Busfahren verhalten müssen“, erklärte die Schulleiterin Meike Roder. „Wir betreiben hier sehr viel Verkehrserziehung mit Fußgänger- und Fahrradprüfungen, da passt das gut hinein.“
Der „Einsteigerbus“ wird von der „Verkehrsregion Ems-Jade“, einem Zusammenschluss der Kreise und Städte aus der Region, und dem ähnlich klingenden „Verkehrsverbund Ems Jade“, einer Vereinigung von 21 Omnibusunternehmen, finanziert und auf die Informationsreisen geschickt.
Es ist eine sehr erfolgreiche Tour: „Wir fahren erst seit September und haben schon rund 10 000 Kinder erreicht“, berichtete Sicherheitstrainer Manuel Hüls. Ziel sei es, Kindern, Erwachsenen und Senioren den Neu-, Quer- und Wiedereinstig ins Busfahren zu erleichtern.
Sein Kollege Johann Bokker hatte mit den Grabsteder Schülern leichtes Spiel. Aufmerksam verfolgten sie seine Anweisungen und Tipps, die er mit leicht fassbaren Demonstrationen unterstützte. Um die Schwere („wiegt soviel wie sechs Elefanten“) und Gefährlichkeit eines Busses darzustellen, fuhr er über den dabei zerberstenden Wasserkanister und ließ die Kinder gemeinsam einen Busreifen hochheben.
Die Puppe zu dicht am Straßenrand hatte keine Chance. Bokkers Rat: „Nie vor dem Bus oder hinter dem Bus über die Straße gehen, sondern immer warten, bis er die Haltstelle verlassen hat.“ Beim Fahren und beim Aussteigen gilt grundsätzlich die alte Bergsteigerweisheit: „Eine Hand für den Bus, eine Hand für mich.“
Die ZDF-Redakteurin Steffi Thum erklärte, dass die Fernsehaufnahmen im Rahmen der „Logo-Kindernachrichten“ gesendet werden. Den genauen Termin konnte sie noch nicht nennen: „Jedenfalls in diesem Winter.“
