Brake - „Wow, what a beautiful view“ – was für eine schöne Aussicht –, entfährt es einer der Besucherinnen bei einem Blick aus dem Fenster. Und dabei ist sie auf dem Balkon, auf dem es erst richtig spektakulär wird, noch nicht mal gewesen. Die J. Müller-Gruppe hatte am Donnerstag eine Wirtschaftsdelegation aus Südafrika im Braker Hafen zu Gast. Und empfangen wurden die Gäste natürlich in der neuen guten Stube – in 90 Metern Höhe im Konferenzraum des neuen Silos.

Die Gäste aus Südafrika halten sich seit Sonntag auf Einladung der Außenhandelskammer der Deutschen Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika in der Region auf. Die Delegation besteht aus Vertretern von verschiedenen Institutionen wie der Technischen Universität Durban und von Wirtschaftsunternehmen – darunter Transnet Port Terminals, ein mit der J. Müller-Gruppe vergleichbares Hafenunternehmen, das an der südafrikanischen Küste 16 Umschlagplätze betreibt.

Die Delegation wurde von Anna-Daniela Arians von der IHK Oldenburg sowie von Dr. Bianca Untied von der IHK Bremen begleitet. In den vergangenen Tagen hatten die Gäste aus Südafrika Einrichtungen in Bremen und Bremerhaven und am Donnerstagvormittag den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven besucht, bevor die Südafrikaner am Nachmittag dann in Brake zu Gast waren.

Lars Gottschenkis, Leiter der kaufmännischen Abteilung von J. Müller Agri, und Hartmut Wolberg, Geschäftsführer von J. Müller Breakbulk, begrüßten die Gäste, zeigten ihnen auf dem 90 Meter hohen Silo-Dach eine Präsentation über den Braker Hafen und anschließend bei einer Bustour die verschiedenen Terminals.

Wie Gottschenkis berichtete, hatte die J. Müller-Gruppe in den 90ern intensive Beziehungen zu Südafrika. Im Braker Hafen wurden jährlich eine halben Million Tonnen Maiskernschrot-Pellets aus Durban umgeschlagen. Dieses Geschäft sei durch Veränderungen auf dem Markt aber zum Erliegen gekommen, so Gottschenkis. Den Besuch der südafrikanischen Delegation nutzten er und Wolberg nun, um neue Kontakte zu knüpfen, aus denen sich vielleicht auch wieder geschäftliche Beziehungen ergeben.