Ganderkesee - „Das glaub’ ich erst, wenn der Kasten weg ist.“ – Eine gewisse Skepsis klang durch, als Anwohnerin Brigitte Ewald am Donnerstag die Arbeiten vor ihrem Hause an der Urneburger Straße 29 kommentierte. Was dort passiert: Seit einigen Tagen sind Tiefbauer und Techniker damit befasst, den „Umzug“ eines Multifunktionsgehäuses der Telekom vom umstrittenen Standort an der Einmündung des Ramsauer Weges zur Lärmschutzwand des Baugebietes Urneburger Feld zu bewerkstelligen.

Zur Erinnerung: Der 1,50 Meter hohe, 2 Meter breite und 50 Zentimeter tiefe Kasten war im November 2014 aufgestellt worden, direkt neben vier weiteren dort stehende Verteilern. Anwohner protestierten energisch: Das „Riesenmonstrum“ versperre Autofahrern die Sicht, die aus dem Ramsauer Weg kommen und auf die Urneburger Straße einbiegen wollen. Die Telekom antwortete, dass der Standort mit der Gemeinde abgestimmt sei.

Im Mai 2015 folgte ein Ortstermin mit Vertretern aus Politik und Verwaltung. Ende Juli lenkte die Telekom ein und kündigte die Versetzung des Kastens fürs erste Quartal 2016 an.

Vor etwa drei Wochen sei mit ersten Vorarbeiten begonnen worden, berichtete Brigitte Ewald. Zunächst sei ein Leerrohr vom alten zum neuen Standort verlegt worden, mittlerweile sei ein Kabel ins Leerrohr eingezogen.

Hörbar erleichtert ist die zuständige Fachdienstleiterin Sabine Finke. Sie habe sehr oft in dieser Sache bei der Telekom angerufen. Jetzt müsse wohl nur noch umgeschaltet werden, dann könne der strittige Kasten entfernt werden.

Telekom-Pressesprecherin Stefanie Halle teilte mit, dass ihr Haus „in diesem speziellen Fall“ die Kosten der Umsetzung übernehme. „Zu den Kosten im Einzelnen machen wir keine Angaben“ (im Gespräch waren 30 000 Euro).

Was die Dauer der Umsetzung angeht, so müssten auch „technische Rahmenparameter“ eingehalten werden. Halle geht davon aus, dass die Umsetzung im September erledigt ist.