Sandtange - Die Anwohner am Grenzweg haben seit Jahren ein Problem. Die Fahrbahn des vor Jahrzehnten von Bürgern angelegten Wegs ist zwar in einem so guten Zustand, dass viele Ortskundige ihn als Abkürzung auf dem Weg nach Hude nutzen. Die Streifen rechts und links der Pflasterung leiden aber stark unter dem Verkehr.
Stellenweise haben sich tiefe Löcher gebildet, die von Mitarbeitern der Gemeinde im Laufe eines Jahres immer wieder aufgefüllt werden. „Das reicht aber nur kurze Zeit. Nach etwa einem Monat ist alles wieder beim Alten“, klagt Christa Siefken, die Vorsitzende der Kreis-Frauenunion, während eines Ortstermins mit den Anwohnern und der NWZ. Seit 2006 seien die Bürger nun schon hinterher, dass eine dauerhaftere Lösung gefunden werde. Friedhard Lüschen, der als Landwirt, wie er sagt, vor 60 Jahren am Ausbau der Straße mitgeholfen hat, wird neidisch, wenn er in die Nachbargemeinde Hude schaut. Dort werde Wintermineralsplit verwendet und mit Asphalt beschichtet. „Das hält dann wenigstens ein Jahr.“
Gerade während Schlechtwetterperioden zeigt sich ein Schwachpunkt des Grenzwegs zwischen Hatter Landstraße und Wietingsweg. „Das Wasser steht ruckzuck tief auf der Straße, weil es kein vernünftiges Gefälle nach außen gibt“, erzählt Heino Schäfer. Spätestens dann hätten Radfahrer ein großes Problem, pflichtet ihm Karin Lüschen-Strudthoff bei. Die tiefen Schlaglöcher seien unter Wasser nicht einmal mehr zu sehen, es drohe akute Sturzgefahr.
Bauamtsleiter Gerold Heidler sagt auf Anfrage der NWZ , dass die Gemeinde in der Vergangenheit versucht habe, das Problem des stockenden Wasserablaufs mit Radlader und Schippe „punktuell zu lösen“. Für 2014 hat er gute Nachrichten. Der Haushaltsansatz für den Unterhalt der Gemeindestraßen wird um 120 000 Euro auf 300 000 Euro erhöht. Und: Der Grenzweg zwischen Hatter Landstraße und Wietingsweg wird neben der Sandersfelder Straße ausdrücklich als Kandidat für Verbesserungsmaßnahmen genannt. Heidler spricht von einer Auflockerung der Seitenränder zwecks besserem Wasserablauf und einer dauerhafteren Befestigung.
