GRISTEDE/MANSHOLT - Eine solche Strecke wie die, die beim Pavillon der Firma Pflanzen Bruns im Rhodopark in Gristede auslag, war in der Gemeinde Wiefelstede noch nie „verblasen“ worden, sagte Hegeringsleiter Michael Wilkens.
Bei der zweiten, erstmals in vier Jagdrevieren im Bereich Gristede/Mansholt zeitgleich stattfindenden Jagd vornehmlich zur Eindämmung der stark angewachsenen Wildschwein- und Damwildbestände waren am Wochenende 23 Wildschweine, neun Stück Damwild, sechs Rehe und zwei Füchse erlegt worden. Mit dem Ergebnis der ersten revierübergreifenden Jagd Anfang Dezember, bei der 36 Wildschweine und drei Stück Damwild auf der Strecke blieben, kam Wilkens letztlich zu folgendem Schluss: „Wir haben bewiesen, dass wir die Bestände auch von Wildschweinen mit solchen Jagden regulieren können“. Sein Fazit: „Wir sollten eine solche revierübergreifende Jagd in jedem Jahr veranstalten“.
Die starke Vermehrung der Wildschweine führt Kreisjägermeister Günther Wemken auf das gute Futterangebot auch wegen des verstärkten Maisanbaus zurück: „Bei einer Reproduktionsrate von 330 Prozent können aus 100 Frischlingen Ende des Jahres 430 Tiere geworden sein“, macht Wemken klar, dass die Schäden, die die Tiere anrichten können, und die Seuchengefahr (Schweinepest) ebenfalls rapide steigen. Allein im Ammerland sind im laufenden Jagdjahr bisher 200 Wildschweine und 130 Stück Damwild geschossen worden, erklärte Wemken. Auch er zeigte sich „sehr zufrieden“ mit dem Ergebnis der revierübergreifenden Jagden, für die auf der Gristeder Straße zeitweilig „Tempo 30“ galt. Die meisten Autofahrer, so die Jäger, hielten sich daran.
