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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Größte Fluggesellschaft Asiens pleite

20.01.2010

TOKIO In einem der größten Insolvenzverfahren der japanischen Unternehmensgeschichte wird die hochverschuldete Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) einem radikalen Umbau unterzogen. Die dem Umsatz nach größte Airline Asiens stellte am Dienstag vor Gericht Insolvenzantrag.

Zugleich sagte die staatliche Sanierungsgesellschaft Etic ihre Unterstützung bei der bevorstehenden Umstrukturierung zu. In den nächsten drei Jahren sollen mehr als 15 000 Arbeitsplätze oder rund ein Drittel der Gesamtbelegschaft wegfallen.

Der Insolvenzantrag werde der „Startpunkt“ für die Wiederbelebung der größten Fluglinie des Landes sein, sagte Transportminister Seiji Maehara. „JAL bleibt bestehen“, versicherte Maehara und fügte vor Journalisten hinzu: „Es beginnt alles von Null“. Die einstige Staats-Airline soll nach dem Muster des US-Autoriesen General Motors unter staatlicher Aufsicht radikal restrukturiert werden und im Geschäftsjahr 2012, das bis 31. März 2013 läuft, profitabel werden.

Die Aktie wird zum 20. Februar vom Börsenzettel gestrichen. Seit Ende Dezember, als erste Berichte über eine drohende Insolvenz erschienen, befindet sich der Kurs im freien Fall und schloss Dienstag bei 5 Yen.

Der Umstrukturierungsplan sieht eine Kreditlinie über 600 Milliarden Yen (4,6 Mrd. Euro) vor. Zudem will die staatliche Enterprise Turnaround Initiative Corp (Etic), die mit der Sanierung beauftragt ist, 300 Milliarden Yen in JAL investieren.

Die Verbindlichkeiten von JAL und ihrer Tochterfirmen Japan Airlines International Co. und JAL Capital Co. beliefen sich zum 30. September auf 2,32 Billionen Yen, die höchsten je von einem pleite gegangenen Unternehmen hinterlassenen Schulden. Die Gläubiger, darunter die Mizuho Corporate Bank und die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, sollen nun JAL Schulden in Höhe von 730 Milliarden Yen erlassen, hieß es.

Der gesamte JAL-Vorstand einschließlich Präsident Haruka Nishimatsu trat unterdessen zurück. Das Steuer übernimmt am 1. Februar der Gründer des Technologiekonzerns Kyocera, Kazuo Inamori. Der charismatische 77- jährige Manager und Mönch gilt als Idealbesetzung für die Aufgabe.

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