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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

In zehn Jahren 1200 Medizin-Studenten

09.06.2018

Groningen /Oldenburg Die Universitäten Oldenburg und Groningen werden ihre Zusammenarbeit beim gemeinsamen Medizin-Studiengang (European Medical School) in den nächsten Jahren weiter ausbauen und zahlreiche neue Projekte in Angriff nehmen. Das bestätigte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU, Berne) bei einem Besuch im Universitäts-Klinikum in Groningen.

Durch die noch engere Zusammenarbeit sei es künftig möglich, die vom Landeskabinett bereits beschlossene Erhöhung der Medizin-Studienplätze in Niedersachsen umzusetzen. „Wir wollen 200 weitere Studienplätze auf dem Gebiet anbieten. 60 davon in Göttingen, 140 in Oldenburg. Ich kann mir vorstellen, dass es so gelingt, in zehn Jahren bis zu 1200 Medizin-Studienplätze an der Uni Oldenburg zu haben“, sagt der Minister gegenüber dieser Zeitung.

Die Universität Groningen habe sich bereiterklärt, weitere Studenten aus Oldenburg aufzunehmen. Thümler: „Die Niederländer machen da mit.“ In Oldenburg studieren derzeit 240 Frauen und Männer Medizin, in Groningen 5500. Thümler kündigte an, dass die Zusammenarbeit der Universität Oldenburg mit den Kooperationskrankenhäusern in Oldenburg (Klinikum, Pius, Evangelisches sowie die Karl-Jaspers-Klinik in Wehnen) intensiviert werden soll.

Auch auf dem Gebiet der Gesundheits-Wirtschaft und -Wissenschaft werden Niederländer und Niedersachsen gemeinsame Sache machen. Der Wissenschaftsminister sagte den Partnern in Groningen fünf Millionen Euro für den Bereich Versorgungsforschung zu. Einer der Schwerpunkte soll hier der Kampf gegen multiresistente Keime in Krankenhäusern sein. „Wir wollen eine gemeinsame Versorgungsregion schaffen“, betonte Thümler.

Das Vorhaben Nordrhein-Westfalens, künftig einen Teil der Medizinstudienplätze an Bewerber zu vergeben, die sich verpflichten, nach dem Studium für zehn Jahre als Hausärzte auf dem Land zu arbeiten, sieht Thümler eher skeptisch: „Das Studium dauert mindestens sechs Jahre. Ich halte es für falsch, sich vor dem Studium schon festlegen zu müssen, welchen Weg man später einschlägt.“

Norbert Wahn
Redakteur
Politikredaktion
Tel:
0441 9988 2097

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