GROß IPPENER - Der Hegering Harpstedt stimmte einer Beitragserhöhung zu. Treue Mitglieder wurden geehrt.

Von Astrid Kretzer

GROß IPPENER - Erst kurzfristig zur Sitzung erweiterte der Hegering Harpstedt die Tagesordnung seiner Jahreshauptversammlung um den Punkt „Beitragserhöhung“. Lange Diskussionen blieben dennoch aus am Donnerstag im Gasthof „Hackfelds Dorfkrug“ in Klein Ippener: Geschlossen folgten die Mitglieder dem Vorstandsvorschlag, die Beiträge um 14 Euro anzuheben. Hintergrund der Anpassung: Die Kreisjägerschaft will zur Finanzierung des neuen Schießstands in Altona befristet für einige Jahre zehn Euro pro Mitglied jährlich zusätzlich erheben; zudem ziehen die Beiträge an Bundes- und Landesjägerverband an. Von den so insgesamt mehr zu entrichtenden 18 Euro will der Hegering Harpstedt indes lediglich 14 Euro Erhöhung an seine Mitglieder weitergeben, der Differenzbetrag soll aus dem Bestand bestritten werden: „Wir meinen, damit zurechtzukommen“, erklärte Vorsitzender Rudolf Alfken.

Für Vollzahler fallen im Hegering Harpstedt künftig 65 Euro statt bisher 51 Euro an. Für Mitglieder der Bläsergruppe liegt der Beitrag nun bei 50 Euro (statt 36). Gastmitglieder zahlen 20 Euro (18). Änderungen gibt es auch für neue Ehrenmitglieder: Statt völliger Beitragsfreiheit werden neun Euro erhoben, da diese Summe auch an die Verbände abzuführen ist.

Für die Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst erläuterte Helmuth Blauth den zusätzlichen Mittelbedarf: So solle ein teurer Kredit vermieden und mittelfristig die Rückzahlung von „Bausteinen“ bei der Finanzierung des Schießstands in Altona geschultert werden. An dem Bausteine-System übrigens beteiligt sich auch der Hegering Harpstedt, wie Kassenführer Stefan Pleus ausführte: Drei Bausteine im Wert von 3000 Euro seien gezeichnet worden, die planmäßig in fünf Jahren zurückgezahlt werden sollten.

Zahlen ganz anderer Art standen beim Streckenbericht des Vorsitzenden im Blickpunkt, den die Bläsergruppe mit Jagdhornsignalen begleitete. Insgesamt wurden im Jagdjahr 2006/2007 4014 Wildtiere zur Strecke gebracht, womit man sich „im Schnitt der letzten Jahre“ bewege, so Alfken. Beim Damwild (108 Stück) und Rehwild (579) bewegte sich die Strecke in der Norm, wobei Fallwild ein Thema bleibt: Allein 150 Rehe wurden bei Unfällen getötet. Eine leichte Tendenz nach unten gab es bei den Hasen sowie beim Federwild, wo gerade Wildenten „ein bisschen knapp waren“,so Alfken.


Dass die Jägerschaft nur schieße, wenn es wirklich erforderlich sei, davon zeigte sich Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes im Grußwort überzeugt: „Man muss bestimmte Tierarten reduzieren.“ Jäger seien auch Heger, die eine wesentliche Rolle für den Natur- und Landschaftsschutz spielten. Der Hegering leiste Wichtiges „für die Sicherung der Naturressourcen für kommende Generationen“.