Papenburg - Die Meyer Werft hat einen neuen Großauftrag endgültig unter Dach und Fach gebracht. Die US-Reederei Norwegian Cruise Line bestätigte jetzt den Auftrag für den Bau eines zweiten „Breakaway Plus“-Kreuzfahrtschiffes bei der Papenburger Werft. Das Schiff mit einer Tonnage von 163 000 BRZ (Bruttoraumzahl) und Platz für 4200 Passagiere soll im Frühjahr 2017 ausgeliefert werden, teilte die Meyer Werft am Dienstag mit.
Bereits vor einigen Wochen hatte Norwegian-Chef Kevin Sheehan angekündigt, dass man eine Option für das Schiff in einen Festauftrag umwandeln werde. Das vereinbarte Rücktrittsrecht von diesem Auftrag sei jetzt abgelaufen, teilte ein Meyer-Sprecher am Dienstag auf Anfrage mit.
Ein erstes „Breakaway Plus“-Schiff hatte die in Miami ansässige Kreuzfahrtreederei Norwegian Cruise Line bereits im Oktober 2012 in Auftrag gegeben. Es soll im Oktober 2015 fertiggestellt werden. Die Kosten der beiden praktisch baugleichen Breakaway-Plus“-Schiffe belaufen sich nach Angaben der Meyer Werft auf zusammen rund 1,4 Milliarden Euro. Für die Finanzierung des Projekts halte die Reederei Zusagen für Exportkredite über 80 Prozent der vertraglich vereinbarten Kosten, teilte Meyer mit.
Für die US-Kreuzfahrtreederei sind es die Schiffe Nummer zehn und elf, die sie in Papenburg bauen lässt. Zuletzt hatte Meyer für die Reederei die „Norwegian Breakaway“ (146 600 BRZ, 4100 Passagiere) im April 2013 ausgeliefert.
„Die hervorragende Resonanz, die wir von Gästen, Reisebüros und Medien in Bezug auf die Norwegian Breakaway erhalten haben, hat uns in unserer Entscheidung, ein zweites „Breakaway-Plus“-Schiff zu unserer Flotte hinzuzufügen, nur bekräftigt“, wird Norwegian-Chef Sheehan in einer Mitteilung zitiert. Zu weiteren Details bei den beiden Neubauten wollte er sich noch nicht äußern.
„Wir sind hoch erfreut, dass wir diese innovativen Schiffe für Norwegian Cruise Line bauen dürfen“, sagte Bernard Meyer, Geschäftsführer der Meyer Werft.
