Kirchhatten - Die Vereinskasse des Landfrauenvereins Kirchhatten konnte im zurückliegenden Jahr nur mit Mühe und Not ausgeglichen werden. Kassenwartin Beate Engelbart (Kirchhatten) hatte dafür auch eine plausible Begründung. Die fixen Kosten sind mittlerweile so stark gestiegen, dass die seit mehr als zehn Jahren unveränderten Jahresbeiträge überwiegend aufgezehrt werden.
20 Euro kostete bislang der Jahresbeitrag pro Landfrau, das macht eine Einnahme von 4380 Euro bei 219 Mitgliedern. Davon müssen laut Kassenwartin allein 2118,45 Euro an den Landesverband Weser-Ems abgeführt werden. Weitere 290 Euro gehen außerdem an den Kreisverband der Landfrauen. Nur 8,42 Euro pro Landfrau blieben somit für den Landfrauenverein Kirchhatten übrig. Davon müssen Referenten, Präsente für Jubilare und alle anderen Veranstaltungen finanziert werden. „Wenn wir durch den Kaffee- und Kuchenverkauf im Vorjahr nicht einen Gewinn von 480 Euro erzielt hätten, wären wir wohl in die Miesen gerutscht“, warnte Beate Engelbart vor der drohenden Schieflage.
Ihr Vorschlag, der vom gesamten Vorstand getragen wurde, lautete: den Jahresbeitrag auf zumindest 25 Euro zu erhöhen. Der Verein sei schließlich einer der günstigsten in der Gemeinde.
Allerdings, das machte die langjährige 1. Vorsitzende Ursel Wolff vor der Abstimmung klar, würde damit nur für kurze Zeit etwas Luft gewonnen. Der Landesverband wolle bereits in 2016 seinen Anteil von 10,33 auf 13 Euro pro Mitglied erhöhen, gab sie zu bedenken. Es könne deshalb Sinn machen, sich zu einer größeren Beitragssteigerung durchzuringen. Der Vorteil: In den nächsten Jahren wäre dieses Problem dann erst einmal vom Tisch.
Die breite Mehrheit der Versammlung im Hotel „Zum Deutschen Hause“ sah das genauso. Einhellig sprachen sich die Landfrauen dafür aus, die Jahresbeiträge gleich auf 30 Euro zu erhöhen. Eingezogen wird der höhere Betrag bereits im nächsten Monat.
Meike Hajen (Schortens), die nach einer Erkrankung der ursprünglichen Referentin kurzfristig eingesprungen war und über „Teneriffa - die Insel des ewigen Frühlings“ berichtete, warb zuvor um Verständnis für die Abgaben an den Landesverband. Der Dachverband leiste für alle ihm angeschlossenen Landfrauenvereine hervorragende Arbeit, betonte sie. „Die Meinung der Landfrauen ist in der Politik bei vielen sozialen Themen wie Familie und Gesundheit gefragt.“
Ursel Wolff, deren Amtszeit als 1. Vorsitzende gestern zu Ende ging, bedankte sich bei den Landfrauen für die „gute Unterstützung und Zusammenarbeit“ während der zurückliegenden 21 Jahre. Ihren Nachfolgerinnen, die im Team agieren, machte sie Mut, neue Wege zu gehen, damit der Verein jung bleibe und sich der Zeit anpassen könne.
