Damme - Der Konzentrationsprozess in der Schweineschlachtbranche ist auch 2013 weiter vorangeschritten. Wie aus dem am Freitag veröffentlichten „Schlachthofranking“ der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN/Damme) hervorgeht, kommen die vier größten Schlachtunternehmen mittlerweile auf einen Marktanteil von 59,1 Prozent (Vorjahr: 58,3 Prozent).
Von den 58,8 Millionen Schweinen, die 2013 hierzulande geschlachtet wurden, entfielen allein 34,75 Millionen auf Tönnies (Rheda-Wiedenbrück), Vion (Düsseldorf), Westfleisch (Münster) und Danish Crown (Essen/Oldenburg).
Anders als in den Vorjahren sind die großen Wachstumsschritte bei den Schlachtzahlen insgesamt aber ausgeblieben. Die Zahl der geschlachteten Tiere stieg nur leicht von 58,35 Millionen auf 58,8 Millionen. Selbst bei Branchenprimus Tönnies blieb die Zahl mit 15 Millionen unverändert.
Auf den Folgeplätzen konnte Vion mit einem Plus von 7,9 Prozent auf 9,6 Millionen Tiere laut ISN zumindest teilweise die Marktanteile, die 2012 verloren gingen, zurückgewinnen. Großer Gewinner unter den Top-10 mit einem Plus von 13,9 Prozent auf 2,3 Millionen war Vogler aus Luckau (Niederlausitz).
Dagegen mussten zwei Schlachtunternehmen aus dem Nordwesten Einbußen hinnehmen. Bei Danish Crown gab es mit einem Rückgang um 2,5 Prozent auf 2,74 Millionen Schlachtungen bereits im dritten Jahr in Folge ein Minus. Und der BMR Schlachthof (Garrel) musste nach einem starken Jahr 2012 im vergangenen Jahr sogar ein Minus von 11,4 Prozent auf 1,4 Millionen Schlachtungen hinnehmen.
