Leipzig/Bonn - Im festgefahrenen Tarifstreit bei der Postbank hat die Gewerkschaft „Verdi“ eine unbefristete Streikwelle gestartet. Am Montag waren nach Angaben der Gewerkschaft zunächst Filialen in Sachsen, Sachsen-Anhalt sowie in Teilen von Brandenburg und Thüringen betroffen. Rund 600 Beschäftigte hätten ihre Arbeit niedergelegt und an einer Kundgebung in Berlin teilgenommen, berichtete „Verdi“.
Die Aktionen würden am Dienstag unter anderem in Niedersachsen fortgesetzt und dann auf ganz Deutschland ausgeweitet.
„Es geht den Mitarbeitern vor allem um einen längeren Kündigungsschutz“, sagte der Sprecher. Angesichts eines möglichen Verkaufs der Postbank durch die Deutsche Bank fürchteten die Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze.
Im Tarifkonflikt fordert die Gewerkschaft für 9500 Mitarbeiter neben einem Kündigungsschutz bis 2020 auch fünf Prozent mehr Geld.
Die Deutsche Bank prüft seit Monaten zudem eine strategische Neuaufstellung. Im Gespräch ist dabei die Aufspaltung in eine Unternehmer- und in eine Privatkundenbank oder die Abtrennung der Postbank. An diesem Freitag soll auf einer Sondersitzung des Aufsichtsrates eine Entscheidung fallen.
