Brake - Der Bau-, Planungs-, Energie- und Umweltausschuss des Stadtrats hat am Donnerstagabend einstimmig das Integrierte Klimaschutzkonzept beschlossen, das die BEKS Energie Effizienz GmbH und das Büro für Verkehrsökologie (beide Bremen) im Auftrag der Stadt erstellt haben. Das Konzept soll der Stadt Brake als Leitbild dienen und in den kommenden Jahren die Grundlage für Maßnahmen zur CO 2 -Reduzierung darstellen.

Bernd Langer von BEKS stellte dem Ausschuss noch einmal die Eckpunkte des Klimaschutzkonzepts vor, nachdem sich in der vergangenen Woche bereits die Teilnehmer eines Workshops damit beschäftigt hatten (die NWZ  berichtete). Die Autoren des Konzepts kommen zu dem Ergebnis, dass in Brake – nicht zuletzt durch die ansässigen Betriebe – überdurchschnittlich viel CO 2 produziert wird. Damit sich das ändert, regen BEKS und das Büro für Verkehrsökologie insgesamt 52 Maßnahmen an. Wenn diese Maßnahmen fruchten, dann könnten die CO 2 -Emissionen pro Einwohner und Jahr in Brake von derzeit etwa 12 Tonnen bis 2020 auf etwa 10 Tonnen und bis 2050 auf rund 7,5 Tonnen reduziert werden. Zwar würden die Maßnahmen viel kosten, räumte Bernd Langer ein, sie würden aber auch zu Einsparungen führen und außerdem weitere Investitionen nach sich ziehen.

Bernd Langer macht erneut auch deutlich, dass die Stadt die Maßnahmen nicht alleine umsetzen könne. Vielmehr müssten in Brake alle – von den Privathaushalten bis hin zu den Gewerbebetrieben – an einem Strang ziehen, damit die ehrgeizigen Klimaschutz-Ziele erreicht werden. Als „Masterprojekte" bezeichnete Langer den Aufbau eines professionellen Klimaschutzmanagements, die Förderung von Gebäudesanierungen sowie den Ausbau erneuerbarer Energie und das Projekt „Green Ports“, das im Braker Hafen umgesetzt werden soll.