GROßENKNETEN - GROßENKNETEN/KD - Angesichts steigender Gas- und Ölpreise ist das Heizen mit dem erneuerbaren Rohstoff Holz zu einer Alternative geworden. Auch auf dem Hof von Karsten Oltmann in Großenkneten wurde jetzt ein neuer Scheitholz-Zentralheizungskessel in Betrieb genommen.

Holz zu verheizen, sei nicht neu, so Installateur Oliver Oltmann von der Firma Oltmann. Aber die Technik sei in den vergangenen Jahren weiter verfeinert worden. Die Holzscheite von bis zu 50 Zentimetern Länge müssen zwar immer noch von Hand in den Heizkessel geworfen werden, doch den Rest erledigt modernste Prozessortechnik in der Anlage eines österreichischen Herstellers, die auf dem Hof Oltmann mehr als 200 Quadratmeter mit Wärme und Warmwasser versorgt. Zwei jeweils 1500 Liter fassende Pufferspeicher nehmen die erzeugte Wärme auf. Das Verheizen von etwa eineinhalb Schubkarren Holz am Tag reicht bei den derzeitigen Temperaturen sogar aus, um den Wärmebedarf von fast eineinhalb Tagen zu decken. Dank ausgeklügelter Technik mit Vergasungszone verbrennt das Holz fast rückstandsfrei. Für Karsten Oltmann, der über eigene Wälder verfügt, rechnet sich die Anlage trotz höherer Investitionskosten. Auch ist sie vorgerüstet für Solarmodule. Gaspreiserhöhungen lassen ihn jedenfalls künftig

völlig kalt.