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Gesundheit Giftstoff PCB in Eiern gefunden

GROßENKNETEN - Schwerer Schlag für einen Bio-Freilandbetrieb in der Gemeinde Großenkneten: Bei der Untersuchung der Eier von dem Hof in einem Discounter in Bayern sind erhöhte Werte des Giftstoffes PCB festgestellt worden. Das teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover am Freitagabend mit. Die Eier enthielten 80 Nanogramm PCB (Polychlorierte Biphenyle) pro Gramm Eifett. Der zugelassene Höchstwert liege bei 40 Nanogramm PCB pro Gramm.

Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der belasteten Eier bestehe nicht, teilte das Ministerium mit. Da aber nicht ausgeschlossen werden könne, dass sich noch belastete Eier beim Verbrauche befinden, veröffentlichte es den Erzeugercode: 0-DE-0357911. Eier mit diesem Stempelcode sollten vernichtet oder an den Handel zurückgegeben werden.

Kreisveterinär Dr. Carsten Görner bestätigte auf

NWZ

 -Anfrage den Fall. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Funde am vergangenen Mittwoch seien alle vorhandenen Eier bei der Packstelle in Sachsen-Anhalt sowie etwa 100 000 in die Niederlanden verbrachten Eier gesperrt. Alle weiteren Eier des Hofes dürfen nicht in den Handel gelangen. Ob die rund 18 000 Legehennen getötet werden müssen, ließ Görner offen. Die Tiere seien ohnehin am Ende ihrer Legeperiode angelangt.

Aus verschiedenen Abteilungen des Betriebs wurden amtliche Proben genommen. Auch Futtermittel, Boden und Einstreu werden untersucht. Mit den Ergebnissen sei frühestens am Donnerstag zu rechnen, sagte Görner. Er hielt es für „sehr unwahrscheinlich“, dass erhöhte Dioxinwerte im Futter nachgewiesen werden. Da der Dioxingehalt im Verlauf der Legeperiode leicht gestiegen sei, könne eventuell der Grund im Boden liegen, mutmaßte der Kreisveterinär. Wie Christian Wittenbecher vom Landwirtschaftsministerium in Hannover sagte, sei auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (Berlin) um eine gesundheitliche Bewertung gebeten worden. Die Gemeinde wurde nach Angaben des Ersten Gemeinderats Klaus Bigalke nicht vom Ministerium informiert.

Erst vor kurzem hatten Funde von Giftstoffen in Eiern aus Ostfriesland für Unruhe gesorgt (die

NWZ

  berichtete). Dort konzentrierten die Behörden ihre Ursachensuche zuletzt auf die Auslaufflächen der Hühner.
Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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