Großenkneten - Heimspiel für Detlef Kreye: Der einzige Kandidat für den Vorsitz im Kreislandvolkverband zählte als Mitglied des Vorstandes mit zu den Gastgebern der Jahreshauptversammlung des Landvolkverbands Großenkneten im Gasthaus Kempermann.

Wie Lars Möhlenpage vom gleichberechtigten Vorstandsteam aufzeigte, sei 2019 der zweite extreme Sommer in Folge durch die fortschreitende Klimaveränderung gewesen. Die Hitzerekorde aus den Vorjahren wurden eingestellt. Zur Ernte: Die Erträge bei Getreide und Mais seien noch einigermaßen zufriedenstellend gewesen, bei Gras- und Kartoffelernte hingegen sehr gering, berichtete Möhlenpage. „Endlich mal wieder auskömmliche Erlöse haben die Schweinehalter erhalten.“ Nicht zufriedenstellend seien Preise für Rindfleisch. Durchschnittlich seien die Erlöse für Getreide.

„Für die Landwirtschaft sehr bewegend sind die vielen Veränderungen, wie die neue Düngeverordnung“, berichteten die Vorstandsvertreter. Treckerdemos, organisiert durch den LSV (Land schafft Verbindung), gegen Vorschläge und Gesetze aus der Landes- und Bundespolitik seien die Folge. Die Bauern sehen die Proteste als Mittel, um auf ihre Probleme aufmerksam zu machen.

Jan-Bernd Stolle berichtete aus der Arbeit des LSV. Er betonte hierbei die Zusammenarbeit mit dem Landvolk und hob hervor, dass man „am Ball bleiben“ solle.

Positiver als die Lage der Landwirte gestaltet sich die Kassenlage des Landvolks Großenkneten: 2019 konnte ein Einnahmeüberschuss erwirtschaftet werden.


In den Vorstandswahlen erhielten Rainer Kues (Schriftführer), Christoph Reinke und Hauke Ahrens (Vorstandsmitglieder) erneut das Vertrauen.

Zum Abschluss der Versammlung stellte Detlef Kreye seine Forderungen für das Kreislandvolk vor: flächendeckende Stickstoffbeprobung der Böden, Einbeziehung der Verbände bei der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (um praxisgerecht zu bleiben) und beim Lebensmittelimport die Anwendung von deutschen Standards.

Anschließend hielt Maximilian Henne (Göttingen) seinen Vortrag zur Direktsaat im Ackerbau unter dem Titel „Grün ist grün – Direktsaat als Chance eines zukunftsfähigen Ackerbaus“.