GROßENKNETEN - Extreme Beispiele: Für Gerold de Buer eine gutes Mittel um Jugendliche auf die Gefahren im Umgang mit legalen und illegalen Drogen im Straßenverkehr hinzuweisen. Mögliche Fälle würde er aus seiner Arbeit als Amtsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg genug kennen. „Ich könnte da wirkliche Horrorgeschichten erzählen, aber die meisten Fallbeispiele sind abschreckend genug“, so de Buer. Am Montag- und Dienstabend hielt er vor Mitgliedern des TSV Großenkneten einen Vortrag zum Thema „Drogen im Straßenverkehr“. Zustande gekommen ist der Vortrag durch den Vereinsvorsitzenden Dr. Detlev Lauhöfer, selbst von Beruf Richter, der sich zusammen mit de Buer beim Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr – kurz B.A.D.S. – engagiert. „Normalerweise halten wir die Vorträge in Schulen“, erzählt de Buer, der Vereinsvortrag ist für ihn eine Premiere.
In seinem Vortrag legte er den Fokus auf den Umgang mit illegalen Drogen. „Das sind die sogenannten leichten Drogen, wie Cannabis, aber auch die harten Drogen, wie Kokain und Crack“, so de Buer. In den letzten Jahren sei die Zahl der Vorfälle mit illegalen Drogen am Steuer drastisch gestiegen. „Das liegt aber auch daran, dass die Polizei gezielter kontrolliert“, sagt der Referent. Alkoholisierte Fahrer seien leicht zu erkennen, Cannabiskonsum hingegen sei nicht auf Anhieb wahrnehmbar. „Dagegen allerdings länger nachweisbar“, so de Buer. Leider läge die Hemmschwelle, sich nach Drogenkonsum ans Steuer zu setzen, viel niedriger. „Das liegt einmal am Konsum an sich, da die Risikobereitschaft wächst. Es ist aber auch ein Erfolg der Präventionsarbeit, dass in den Köpfen angekommen ist, unter Alkoholeinfluss nicht Autofahren zu dürfen“, erklärt de Buer. Insgesamt appelliere er an die Eigenverantwortung der jungen Fahrer. Er klärte sie aber auch über die Rechtsfolgen und auch die möglichen Folgen für ihre berufliche Zukunft auf.
Am Montag hielt er den Vortrag vor Mitgliedern der ersten, zweiten und dritten Herrenschaft der Fußballabteilung des TSV, am Dienstag sprach er vor Mitgliedern der A- und B-Jugend. „Uns war es wichtig, dass die junge Leute erfahren, was sie dürfen und was nicht geht“, sagt Eckhart Paradies, Fußball-Abteilungsleiter beim TSV. „Es gibt genügend Anlässe sich mit diesem Thema auseinander zu setzten“, fügt Lauhöfer hinzu. Trotz seines Engagement für den B.A.D.S. hatte er darauf verzichtet den Vortrag selbst zu halten. „Das wollte ich trennen“, so Lauhöfer.
