Großenkneten - Für frischgesetzte Rehkitze und anderes Wild kann es zu einer tödlichen Gefahr werden: das Mähen der Weiden in diesen Tagen. Von einem Fall, wo zum Glück rechtzeitig die Fläche abgesucht wurde, berichtete jetzt Falko Witte vom Hegering Großenkneten. Er ereignete sich auf einer Fläche bei Großenkneten. Am Morgen war der überraschende Anruf des Lohnunternehmers gekommen, dass die Weide gemäht werden soll. „Jetzt ist Eile geboten, die Grasfläche muss nach frischgesetzten Rehkitzen und anderem Wild abgesucht werden“, so Witte.
Landwirt Stefan Oltmann, zugleich Jungjäger, suchte mit seinem Labrador die Weide ab und fand ein frischgesetztes Kitz, welches bei Annäherung nicht flüchtete, sondern sich flach am Boden drückte. Witt: „So wäre es bei der Mahd ein Opfer der Mähmaschine geworden.“
Oltmann rupfte sich ein Grasbüschel und nahm damit das Kitz auf, um es abseits der Weide wieder abzusetzen. Im Hintergrund verfolgte die Ricke das Geschehen. Witte dazu: „Durch die Grasbüschel vermeidet man, dass der menschliche Geruch auf das Kitz übertragen wird und die Ricke das Kitz eventuell nicht wieder annimmt.“ Durch weiteres Absuchen konnten Hase, Fasan und weiteres Flugwild frühzeitig die Wiese verlassen.
Danach konnte Oltmann mit gutem Gewissen die Weide zur Mahd freigeben. Da die Termine für die Grasmahd immer sehr kurzfristig seien, sei eine schnelle Abstimmung zwischen Lohnunternehmer, Landwirt und Jäger unerlässlich, appelliert der Hegering an alle Beteiligten.
