GROßENKNETEN - Der neunjährige Nikita bewegt sich beim Eisstockschießen fast wie ein Profi – dabei haben die Eisstockspieler um Manfred Otten ihm und den anderen 18 weißrussischen Kindern, die zur Erholung nach Großenkneten gekommen sind, das Spiel gerade erst gezeigt. Der Verein für Lebensqualität lädt in jedem Jahr die Kinder aus Belarus zum Ausprobieren ein. „Wir machen das jetzt zum zehnten Mal“, erklärt Otten.
Nicht nur das Eisstockschießen stand auf dem Programm der jungen Urlauber: „Wir sind mit den Kindern an der Nordsee gewesen“, sagt Organisatorin Sigrid Nolte. So wäre eigentlich geplant gewesen, dass die Gruppe an der Küste zeltet, „aber das war viel zu kalt“, so Nolte. Stattdessen seien sie im Kinderland Wangerland gewesen und hätten einen Strandspaziergang in Hooksiel gemacht. „Damit die Kinder zumindest einmal die Füße in die Nordsee halten konnten. Obwohl es lausig kalt war“, erzählt Nolte schmunzelnd.
Dem Wetter war auch geschuldet, dass die acht- bis 14-jährigen Besucher in ihren drei Urlaubswochen den Tierpark Thüle nicht besuchen konnten. „Stattdessen haben wir uns für eine Indoor-Aktivität entscheiden“, so Nolte. Sie besuchten den „Molli Bär Park“ in Molbergen.
Nach drei Wochen sieht man den Kindern die Erholung an, meint die Organisatorin. „Viele Kinder habe zugenommen und ihr schwaches Immunsystem gestärkt“, so Nolte. Auch wurden die Kinder mit Kleidung ausgestattet „und einige sind auch beim Zahnarzt gewesen“, so Nolte. Die Sprachbarriere sei dabei kein Problem.
Am Donnerstag werden die frisch erholten Kinder wieder abreisen.
