Großenkneten - Aus Sicht der Kommunalen Alternative (KA) Großenkneten ist der neue Kreisverkehr in Großenkneten im Hinblick auf die Radverkehrsführung nicht entsprechend den Vorgaben ausgeführt worden. Darauf wies Fraktionsvorsitzender Carsten Grallert bei einem Ortstermin am Kreisel Am Rieskamp/Ahlhorner Straße/Imkerweg zusammen mit Anke Koch, Uwe Behrens, Dipl. Ing. Matthias Reinkober sowie Axel Janßen, Vorsitzender der KA, hin.
Grallert führte dazu aus, dass der Kreisverkehr mit Rad- und Fußweg eine Radverkehrsfurt von zwei Metern Breite sowie eine Fußgängerüberführung mit Zebrastreifen von drei Metern Breite erhalten sollte. „Diese Radverkehrs- und Fußgängerführung wurde auch beim Umbau des Kreisels in Ahlhorn auf den Weg gebracht und auch so ausgeführt.“ Das sei aber beim Neubau in Großenkneten nicht geschehen.
Zwar sei ein Zebrastreifen angelegt worden und für Radfahrer und Fußgänger auch eine insgesamt fünf Meter breite Querung vorhanden, aber die Radverkehrsfurt sei nicht entsprechend abgehoben und vom Fußgängerweg getrennt worden. „Das bedeutet, dass Fußgänger zwar Vorrang vor dem Straßenverkehr haben, Radfahrer aber nicht. Es sei denn, sie steigen ab und werden damit zu Fußgängern“, so Grallert weiter. Nur wenn die Radfahrerfurt klar abgegrenzt sei, hätten die Zweiradfahrer auch Vorrang vor dem Straßenverkehr.
„Wir halten deshalb die derzeitige Situation der Unterordnung des Radverkehrs für ungenügend und nicht praxisgerecht“, erläuterte er. Es sei davon auszugehen, dass der überwiegende Anteil der Radler die Fußgängerüberwege fahrend passiere. Das könne zu gefährlichen Missverständnissen führen.
Außerdem gebe es jetzt drei innerörtliche Kreisverkehre in der Gemeinde mit drei unterschiedlichen Regelungen für Fußgänger und Radfahrer, womit das „Chaos“ komplett sei. Damit sprach Grallert den Kreisverkehr Huntlosen an, der einen Ausbau ausschließlich mit Radverkehrsfurten aufweist und Radlern Vorrang vor dem ein- und ausfahrenden Verkehr sichert. Fußgänger müssen sich dem einfahrenden Verkehr unterordnen, haben aber Berechtigung gegenüber dem ausfahrenden Verkehr.
Die Kommunale Alternative regt an, die Radverkehrsführung in Großenkneten im innerörtlichen Bereich vom Kreisverkehr in Richtung Ahlhorn wieder zu ändern. Hier sollte ein Befahren des Radweges in beide Richtungen zugelassen werden.
Der Radverkehr mit Ziel zum Beispiel Hauptstraße müsse derzeit drei Fahrbahnquerungen nehmen anstatt beim Verbleib auf der westlichen Nebenanlage nur eine Querung. „Deshalb fordern wir, den Bereich für den Radverkehr nicht nur ortsauswärts, sondern auch ortseinwärts zu ermöglichen. Im Verlauf der Straße Am Rieskamp ist die Nebenanlage in beide Richtungen für den Radverkehr freigegeben“, so Grallert.
In ihrem Antrag formuliert die KA, den Kreisverkehr Großenkneten nachträglich mit den ursprünglich geplanten und beschlossenen Radverkehrsfurten auszustatten und außerdem bei der Straßenverkehrsbehörde darauf hinzuwirken, zumindest die westliche Nebenanlage der Kreisstraße Ahlhorner Straße im Abschnitt zwischen Am Brink (Fahrbahnteiler/Querungshilfe) und dem Kreisverkehr für den Radverkehr in beide Fahrtrichtungen freizugeben. Außerdem wird beantragt, zumindest die westliche und nördliche Radverkehrsfurt für den Radverkehr in beide Richtungen freizugeben.
