GROßENKNETEN - Bei ExxonMobil werden jährlich etwa acht Millionen Dienstkilometer zurückgelegt. Dass dabei auch Unfälle passieren können, erscheint nahezu logisch. Die Verantwortlichen haben daraus gelernt und bieten seit einigen Jahren deshalb ihren Mitarbeiten, deren Familienangehörigen sowie den Auszubildenden regelmäßig Defensiv-Fahrtrainings an. Um die Verkehrssicherheit von Fahranfängern auch in dieser Region zu erhöhen und sicherheitsbewusstes Verhalten zu fördern, verschenkt ExxonMobil in Zusammenarbeit mit der Landesverkehrswacht Niedersachsen einmalig 1000 Fahrsicherheitstrainings für junge Fahrer. Norbert Stahlhut, Sprecher von ExxonMobil, präsentierte vor Vertretern der Kommunalpolitik das bislang einzigartige Projekt im Betriebsgebäude von ExxonMobil in Großenkneten.
Über eine Internetplattform können sich Interessierte zwischen 17 und 24 Jahren anmelden. Der Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis wird vorausgesetzt. Die ersten 1000, die sich anmelden, bekommen einen provisorischen Gutschein. Nach erfolgter Anmeldung erhalten diese eine gesonderte E-Mail mit ihrem Gutschein über ein Sicherheitstraining bei der Landesverkehrswacht sowie alle notwendigen Informationen zu den Trainingsmöglichkeiten.
Der Vizepräsident der Deutschen Verkehrswacht, Dr. Wolfgang Schultze, sieht in den Fahrsicherheitstrainings eine Chance: „Junge Fahrer waren und sind die Problemgruppe Nummer 1. Wir wollen Gefahrenpotenziale aufzeigen und helfen, mit kritischen Situationen besser umzugehen.“
Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat vergangenes Jahr in ihrer Zwischenbilanz zum niedersächsischen Modellversuch festgestellt, dass die Teilnehmer am Begleiteten Fahren nach der Begleitphase 28,5 Prozent weniger Unfälle verursachen und 22,7 Prozent weniger Verkehrsverstöße begehen als die übrigen Fahranfänger. Das bisherige Ergebnis veranlasse zu der Annahme, dass bei Fahranfängern weitere Sicherheitsgewinne erzielt werden können, so Schultze weiter.
