GROßENKNETEN - Die Premiere ist gelungen: Erstmals bot die Lehrwerkstatt von Exxon Mobil in Großenkneten jungen Leuten die Möglichkeit, in der ersten Ferienwoche die Ausbildungsberufe Mechatroniker und Chemikant näher kennenzulernen. 13 Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren nahmen an der „Summer School“ teil. Sie kamen größtenteils aus der näheren Umgebung, zwei Junge Leute nahmen aber auch eine Anreise von mehr als 100 Kilometer in Kauf, um dabei zu sein.
„Man konnte alles ausprobieren und hat einen kleinen Einblick bekommen“, fand Markus Meyer (16) aus Emstek die Woche bei Exxon sehr interessant. Er könne sich vorstellen, den Beruf des Mechatronikers zu erlernen. Sven Westermann (18) aus Oldenburg hat Chemie als Leistungskursus am Gymnasium. Er möchte Chemikant werden, vielleicht auch ein duales Studium machen, sagt er. Jannis Behrens (15) aus Halenhorst findet ebenfalls Gefallen an einer Ausbildung zum Chemikanten.
Bereut hat es keiner der Teilnehmer, eine Woche Ferien für das „Schnuppern“ bei Exxon geopfert zu haben. Die Idee zu dieser einwöchigen „Summmer School“ hatte der Ausbildungsleiter Bernd Ebbing. Unterstützt wurde er von seinem Kollegen Vitali Fichtner. Die Ausbildungswerkstatt bekomme viele Anfragen für Schülerpraktika. Die Kapazitäten seien aber begrenzt. Mit der „Summer School“ könne man hingegen einer großen Zahl von Schülern die Möglichkeit geben, das Arbeitsleben bei Exxon kennenzulernen. Täglich drei Themenblöcke von jeweils 90 Minuten standen von Montag bis Freitag auf dem Programm. Zu 50 Prozent ging es dabei um handwerkliche Arbeiten. Es wurde unter Anleitung von jetzigen Exxon-Azubis gefeilt, gebohrt, installiert und programmiert. Aber auch die Betriebsbesichtigung sowie die Unterweisung in Gas- und Feuerschutz standen auf dem Plan. Ausführlich gab es auch ein Bewerbungstraining, das Auszubildende aus dem kaufmännischen Bereich organisierten.
Exxon Mobil unternimmt laut Produktionsleiter Dieter Brüggmann große Anstrengungen, jungen Leuten Berufsorientierung zu bieten. Nicht ohne Grund.
Denn qualifizierte Auszubildende für technische Berufen sind rar. So können in diesem Jahr zwei Ausbildungsplätze in der Großenkneter Lehrwerkstatt nicht besetzt werden, berichtete Brüggmann.
Die erste „Summer School“ wird deshalb auch nicht die letzte sein. Auch 2013 in der ersten Juli-Woche (1. bis 5. Juli) soll sie laut Brüggmann wieder stattfinden. Schon einmal vormerken!
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