GROßENMEER - Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) will einen kostendeckenden Milchpreis erzielen und sich nicht weiteren Kosteneinsparungen der Molkereien unterwerfen. Aus diesem Grund hat der BDM zu einem Milchstreik aufgerufen. In Großenmeer informierte der BDM Nord die Mitglieder am Montagabend über die Aktion.

Der BDM bemängelt insbesondere das innerdeutsche Milchpreisgefälle von 40 Cent pro Liter im Süden bis hin zu 32 Cent pro Liter im Norden.

Gert Scholmann vom Vorstand unterstrich, dass es das Ziel des BDM sei, einen kostendeckenden Milchpreis von 43 Cent pro Kilo zu erzielen. Das letzte Mittel zur Erreichung dieses Ziels sei ein Milchlieferstreik. „Wir wollen uns nicht länger an der Nase herumführen lassen“, so Scholmann.

Der Vorstand hoffe daher, dass sich möglichst viele der 30 000 Mitglieder an der Abstimmung beteiligen würden. Wenn 75 Prozent der abgegebenen Stimmen für den Streik votierten, dann werde dieser auch stattfinden. Geplant sei dann zunächst ein Warnstreik von zwei Tagen, anschließend solle wieder verhandelt werden. „Wir Landwirte wollen mitreden, mitbestimmen und mitentscheiden“, unterstrich Jochen Meyer vom Vorstand.

In der anschließenden Diskussion bestätigte Carsten Glüßing-Lüerßen, dass diese Aktion vom Kreislandvolk unterstützt werde.


Danach wurde in Großenmeer abgestimmt. Ausgezählt werden die Stimmen am Sonntag, 13. April. Danach entscheidet sich, ob und wann gestreikt wird.