GROSSENSIEL - Ein historischer Tag für den Wassersportverein Nordenham (WSV), der zukunftsweisend nicht nur auf den Sportboothafen in Großensiel ausstrahlt, sondern zur Attraktivität der Stadt Nordenham insgesamt beiträgt – so lässt sich die Bedeutung der Einweihung der neuen WSV-Bootshalle beschreiben. Das ist auch in den Reden während des Empfangs für geladene Gäste im Schulungsraum deutlich geworden.

Stefan Schreiber, 1. Vorsitzender der Sportboothafengemeinschaft, bezeichnete das Projekt als Symbol der Freundschaft und guten Nachbarschaft. Dr. Werner Helle, Vorsitzender des Segelclubs Nordenham, zeigte sich ebenfalls beeindruckt.

Dr. Albert Emmerich aus Braunschweig, Vorsitzender des Landeskanuverbandes, sprach von einem „Kraftakt ganz besonderen Maßes“. Die neue Halle am Spotboothafen mit Ausblick auf die Weser sei wunderschön gelegen und absolut beneidenswert. „Ein kleines Paradies für Kanuten ist zurückerobert worden.“

Norbert Kühler, Präsident des Landeskanuverbandes Bremen, freute sich darüber, dass das neue Bootshaus direkt am neuen Startpunkt der traditionsreichen Weser-Tidenrallye gebaut worden ist.

Das sei ein großer Tag für den ehemaligen WSV-Vorsitzenden Dieter Sichau und Nachfolger Karl-Heinz Osterwohldt, sagte Wilfried Fugel, Vorsitzender des Kreissportbundes. Er lobte auch den Einsatz der WSV-Mitglieder.


Wesentlich beigetragen zum Erfolg habe ein „Dreiecksverhältnis“. Wilfried Fugel spielte damit auf die gelungene Zusammenarbeit von Stadt, Kleintierzüchterverein und WSV an. Wie berichtet, mussten die Züchter von ihrem alten Standort weichen, weil die Industrie das Gelände benötigt. Die Stadt kaufte dem WSV dessen alte Unterkunft am verschlickten Nordenhamer Strand ab und verpachtet sie an die Kleintierzüchter. Der Verkaufserlös hilft dem WSV, die neue Bootshalle zu finanzieren.

Humorvoll fügte der Vorsitzende des Kreissportbundes mit Blick auf das neue Domizil der Kleintierzüchter hinzu: „Der Nordenhamer Papagei guckt jetzt auf die Weser – und wähnt sich am Amazonas.“

Bürgermeister Hans Francksen hält die neue Bootshalle für „hervorragend gelungen“. Der WSV sei professionell vorgegangen. Hans Francksen sprach ähnlich wie Wilfried Fugel von einem Dreiecks- oder mit Blick auf die Indus-trie von einem Vierecksgeschäft, das von zukunftsorientiertem und unternehmerischem Denken geprägt sei.

In einem historischen Abriss machte WSV-Vorsitzender Karl-Heinz Osterwohldt deutlich, dass es sich um die dritte Bootshalle nach 1949 und 1965 handelt. Er dankte seinem Amtsvorgänger Dieter Sichau und dem Bürgermeister für tatkräftige Unterstützung.