Nordenham - Der Andrang beim Adventsbasar des Tierschutzvereines Wesermarsch in der Jahnhalle ist riesengroß gewesen. Viele Besucher kamen, um sich über die Arbeit des Tierschutzvereins zu informieren. Das Fazit der Vorsitzenden Rosi Westphal fiel rundum positiv aus: „Es ist toll gelaufen.“
Der Vereinsvorstand hatte sich für ein neues Konzept entschieden und den beliebten Basar mit einigen Vorträgen aufgelockert, die im Nebenraum stattfanden. Dort informierte Vorstandsmitglied Dieter Falk über Fundtiere und das richtige Vorgehen. Dabei kamen auch die tierärztliche Versorgung und die Unterbringung auf den Pflegestationen im Bedarfsfall zur Sprache. Er wies darauf hin, dass alle gemeldeten Fundtiere auf der Facebook-Seite des Vereins und auf der Homepage veröffentlicht werden, so dass die Besitzer ihre Tiere schnell wiederfinden können.
Rettungshunde vor Ort
Eine beeindruckende Demonstration des Könnens von Rettungshunden gab Elke Graham von der Lemwerder Rettungshundestaffel, die der dortigen Freiwilligen Feuerwehr angeschlossen ist. Das ist in dieser Form in Deutschland einmalig. Das Einsatzgebiet der Staffel erstreckt sich über ganz Niedersachsen, so dass die Hundeführer teilweise weite Anfahrtswege zu bewältigen haben. Zu der Staffel in Lemwerder gehören vorrangig Trümmerhunde, die teilweise auch für den Auslandseinsatz qualifiziert seien, berichtete Elke Graham.
Nach einem theoretischen Teil ging sie mit ihren drei Hunden in den Außenbereich und führte mit Suchspielen vor, wie genau die Tiere Menschen oder Gegenstände finden können. „Die Hunde können sogar zwischen gesunden und kranken Personen unterscheiden, sie arbeiten auch im Dunkeln, wenn wir nichts mehr sehen“, sagte die Hundeführerin.
Den dritten Vortrag bei der Veranstaltung hielt Patricia Winter von Minervas Hexenhof in Tossens. Sie referierte über die spirituelle Anwendung heimischer Pflanzen unter Berücksichtigung des Schamanismus.
Einen Info-Stand hatte auch die Storchenpflegestation aus Berne aufgebaut. Dort gab es Auskünfte über die Pflege der Weißstörche. Mit Michael Emser aus Augusthausen konnte außerdem ein Musiker gewonnen werden, der mit seiner Gitarre für Hintergrundmusik beim Adventsbasar sorgte.
Für den guten Zweck
An den Verkaufsständen hatten die Besucher die Möglichkeit, selbstgebackene Hundekekse, gestrickte Wattschweine oder Holzarbeiten zu erwerben. Beim Flohmarkt des Tierschutzvereines wurden Bücher, Geschirr, Deko-Artikel und sogar eine Küchenmaschine für den guten Zweck angeboten.
Insgesamt 20 Helfer waren beim Adventsbasar mit dem Auf- und Abbau sowie mit der Versorgung der Besucher beschäftigt. Die Vorsitzende Rosi Westphal freute sich sehr über die gute Resonanz, die sicherlich auch der mit über 600 Preisen bestückten Tombola zu verdanken war. Für sämtliche 1500 Lose fanden sich Abnehmer. „Viele konnten auch noch kleine Trostpreise mitnehmen, so dass keiner mit leeren Händen ging“, resümierte sie. Auch die vier großen Kuchenbleche, die mit Produkten des Weserbäckers bestückt waren, leerten sich sehr schnell. Bratwurst und heißer Punsch verkauften die Mitglieder im Außenbereich.
