Hude - Die Gestaltung von öffentlichen Flächen war in der Vergangenheit wiederholt Thema im Huder Fachausschuss. Es wurde angeregt, einen Fachmann zum Thema einzuladen. Dafür konnte Heinrich Benjes vom Arbeitskreis „Holunderschule“ gewonnen werden. Am Donnerstag, 13. März, beginnt der öffentliche Vortrag um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Hude. Eintritt ist frei.

Unter dem Motto „Was hat ein Grashüpfer mit Erziehung zu tun?“ wird Benjes Anregungen zur Gestaltung von naturnahen Spielplätzen geben.

Benjes hat den Arbeitskreis „Holunderschule“ begründet. Er wurde bekannt durch die „Benjeshecke“. Im Referat soll aufgezeigt werden, wie einfach es ist, eine in Stein erstarrte Schulanlage, einen langweiligen Pausenhof, ein lieblos gestaltetes Kindergartengelände oder einen Spielplatz in Bewegung zu bringen und mit Leben zu füllen.

„Ziel ist es, Betonflächen aufzuheben und Grünflächen zu schaffen, um so einfache Erlebnisräume für Kinder zu schaffen. In meiner Tätigkeit als Lehrer habe ich Schulhöfe als trauriges Kapitel kennen gelernt. Dabei ist tristes Grau so schnell in lebendiges Grün umgewandelt“, so Benjes in einem früheren NWZ -Interview.

Im Zuge von Projekten mit dem Arbeitskreis „Holunderschule“ werden beispielsweise Kuhlen zum Buddeln angelegt, Kletterbäume errichtet und heimische Büsche zum Verstecken angepflanzt. „Kinder brauchen Höhlen, denn Verstecken ist ein Urbedürfnis. Außerdem werden im Gelände „ruhige Ecken“ geschaffen, in denen die Kinder mit Reisig, Ästen und Brettern experimentieren dürfen. Die Folge dieses Natur-Erlebens ist, dass die Kinder ruhiger und kreativer werden“, so Benjes.