Berlin - Die Grünen wollen die Elektromobilität voranbringen und von 2030 an keine Autos mit Benzin- oder Dieselmotoren mehr neu zulassen. Das fordert ein Antrag für den Grünen-Bundesparteitag im November in Münster. „Immer mehr Autos weltweit sind eine der größten Bedrohungen für das Klima und für die menschliche Gesundheit“, heißt es
darin. Diese notwendige „Verkehrswende“ sei auch im Interesse der Automobilindustrie, betonen die Grünen. „Die Automobilwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn sie Fahrzeuge entwickelt, die sauber und leise sind und kein CO
Fraktionschef Anton Hofreiter sagte im NWZ -Interview: „Wenn jetzt mit dem Umstieg begonnen wird, kann man ab 2030 die Produktion von neuen Diesel- und Benzinfahrzeugen beenden. Das ist ehrgeizig, aber machbar.“
Der Verband der Automobilindustrie reagierte kritisch: Die Initiative sei weder klimapolitisch, industriepolitisch noch sozialpolitisch sinnvoll. „Das geht auf keinen Fall“, sagte ein VDA-Sprecher. Selbst Unternehmen, die sich ambitionierte Ziele zur Elektromobilität setzten, gingen davon aus, dass 2030 noch zwei Drittel der Neuwagen mit Verbrennungs- oder Hybridmotoren fahren werden.
