Dötlingen - Jahrzehnte ist die Gemeinde Dötlingen ein weißer Fleck auf der Landkarte von Bündnis 90/Die Grünen gewesen. Seit Herbst 2011 hat sich das geändert. Mit drei Mitgliedern sitzen die Grünen seitdem im Dötlinger Rat. Die Themen Transparenz und Bürgerbeteiligung haben die Fraktion dabei „besonders umgetrieben“, so Gabriele Roggenthien und Sarah Orth. Im Sinne dieser Bürgerbeteiligung laden die Grünen dann auch am Montag, 26. Januar, zur öffentlichen Mitgliederversammlung in das Hotel Gut Altona ein. Ab 19.30 Uhr sind alle Interessenten willkommen.

„Trotz permanenter Anmahnung wurden viel zu viele Themen im nicht öffentlichen Verwaltungsausschuss statt in den öffentlichen Fachausschüssen diskutiert und beschlossen“, kritisieren die Grünen ihre bisherigen Erfahrungen. „Zuversichtlich“ für die Zukunft stimme sie die Wahl des neuen Bürgermeisters Ralf Spille, den sie zusammen mit der CDU bei der Wahl 2014 unterstützt hatten. Daher gehen Roggenthien und Orth davon aus, dass eine Umkehr kommt: „Das heißt: Die überwiegende Anzahl der Themen steht auf der Tagesordnung der öffentlichen Fachausschüsse.“

In der Mitteilung heißt es weiter: „Gleich zu Beginn haben wir maßgeblich dazu beigetragen, dass statt des Baus eines riesigen Pflegeheimes mitten im Dorf Dötlingen eine große Bürgerbewegung entstanden ist.“ Mit großem Engagement vieler Dötlinger Bürger seien unter dem Motto „Wi helpt di“ inzwischen die Nachbarschaftshilfe und eine Genossenschaft zum Bau einer Wohnanlage für Jung und Alt auf den Weg gebracht worden.

Beim geplanten Windpark in Haidhäuser kritisieren die Grünen ebenfalls, dass betroffene Bürger viel früher in die Planung hätten einbezogen werden müssen und Wünsche, zum Beispiel nach Abständen, stärker zu berücksichtigen gewesen wären. „Damit hätte man einige Konflikte vermeiden können“, schreiben die Grünen. Dabei begrüßen sie grundsätzlich dieses Vorhaben.

Auch beim Ausbau des Heidewegs in Dötlingen sieht sich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen als „Initiator dafür, dass Wünsche und Vorschläge der Anlieger und interessierten Bürger Berücksichtigung finden“. In diesem Sinne wollen die Grünen am Montagabend auch ein Thema anpacken, das bisher in der Gemeinde kaum publik geworden ist: der Bau und die Steuerung von weiteren Tiermastställen.