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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Grünes Licht für A20-Bau

04.08.2016

Hannover /Berlin /Im Nordwesten Straßen, Schienen und Wasserwege in ganz Deutschland sollen bis 2030 mit fast 270 Milliarden Euro in Schuss gehalten und ausgebaut werden. Das sieht der neue Bundesverkehrswegeplan von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) vor, den das Kabinett in Berlin beschlossen hat.

Niedersachsen profitiert erheblich von den Ausbauplänen: Grünes Licht für den Neubau der 161 Kilometer langen Küstenautobahn A 20 von Westerstede nach Bad Segeberg und der A 39 von Lüneburg nach Wolfsburg sowie den vierspurigen Ausbau der Europastraße 233 von der niederländischen Grenze bei Meppen in Richtung Cloppenburg. Die Südumgehung Hameln wurde heraufgestuft.

„Ein guter Tag für Niedersachsen“, teilte das niedersächsische Verkehrsministerium von Olaf Lies (SPD) mit. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) signalisiert volle Zustimmung. „Weil hat nie ein Hehl daraus gemacht, dass er für Autobahnneubau in Niedersachsen ist“, betont Regierungssprecherin Anke Pörksen. Niedersachsen werde „alles dafür tun“, damit beispielsweise die Küstenautobahn „jetzt gebaut werden kann“. Das Verkehrsministerium rechnet mit einem Spatenstich „bei dem ersten Bauabschnitt im Jahr 2018“.

Bedenken kommen aus dem Haus von Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne). Dort gibt es viele Fragen, wie sich der Bau neuer Autobahnen „mit selbstgesetzten Klimazielen vereinbaren“ lasse.

Niedersachsens Wirtschaft spricht dagegen von einem „Meilenstein für unsere Infrastruktur“. „Nun müssen wir aber zügig die Ärmel hochkrempeln und Baurecht schaffen“, fordert Volker Müller vom Unternehmerverband.

Gunars Reichenbachs
Chefkorrespondent
Redaktion Hannover
Tel:
0511/1612315

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