GRüPPENBüHREN - Auch damals war Fasching in Ganderkesee: Beim Narrenball in der „Alten Eiche“ traf der 25-jährige Herbert Schütte zum ersten Mal die 17-jährige Inge Keller aus Delmenhorst – das war im Februar 1957. Zwei Jahre später wurde in der Ganderkeseer Kirche geheiratet, und am Sonnabend feierten Inge und Herbert Schütte zu Hause am Fleegenweg in Grüppenbühren ihre Goldene Hochzeit.
An den Tag vor 50 Jahren können sich die beiden gut erinnern: Am Vorabend wurde noch Polterabend gefeiert, und weil der Nachwuchs sich schon ankündigte, brachten die Freunde und Nachbarn gleich einen Kinderwagen mit, den sie aufs Dach schoben. „Dabei sind ein paar Dachpfannen draufgegangen, die musste ich am Hochzeitstag morgens noch austauschen“, schmunzelt Herbert Schütte. Dabei war der Zeitplan eng gestrickt, denn standesamtliche und kirchliche Trauung fanden nacheinander statt. Und abends wurde auf der heimischen Diele schon wieder gefeiert.
Ein Sohn und zwei Töchter gingen aus der Ehe hervor, und vier Enkel gehören inzwischen auch zu den Nachkommen. Mit der Familie sowie Nachbarn, Freunden und Bekannten feierte das goldene Paar am Sonntag im Gasthof „Zur Linde“ das Ehejubiläum.
Herbert Schütte arbeitete als Zimmermann, zunächst bei Dietrich Eilers in Ganderkesee, später bei der Bremer Firma Karl Brandt. Seine Frau, die in jungen Jahren in der Landwirtschaft auf dem damaligen Gut Lehmkuhlenbusch in Delmenhorst tätig war, kümmerte sich um Familie, Haus und Garten. Beide sind Mitglied im Schützenverein Grüppenbühren, Herbert Schütte ist zudem bis heute im Vorstand des Sozialverbandes ehrenamtlich aktiv.
