GRüPPENBüHREN - Ein Haus ohne Ecken, geht das? – „Ja“, sagte sich Iris Janaschke, als sie ihre Ideen für den 50. GanterART-Ganter zu Papier brachte. 134 Stunden Arbeit später ist der Beweis erbracht. Rechtzeitig zum 30-jährigen Bestehen der Gallas GmbH in Grüppenbühren wurde der „Jubiläums-Ganter“ am Sonnabend enthüllt.

Kurz zur Vorgeschichte: Nachdem sich Dirk und Martina Gallas entschieden hatten, zum 30-Jährigen des Unternehmens einen Ganter gestalten zu lassen, hatten sie sich an die Viasol gGmbH gewandt, die im Jugendhof Steinkimmen unter anderem eine Kreativ-Werkstatt betreibt. Dort nahmen die Illusionsmaler um Anleiter Alexej Spadi sich der Herausforderung an. Im November 2010 legten sie dem Ehepaar Gallas mehr als 30 Entwürfe zur Auswahl vor. Besonders der Entwurf von Iris Janaschke gefiel.

„Teamarbeit“ sei das, was dann entstand, wies Iris Janaschke auf das Mitwirken weiterer Teilnehmer hin. Ihre Idee: Sie wollte auf dem Ganter darstellen, was im Betrieb Gallas erstellt wird: Türen zum Beispiel, auch Fenster oder Markisen. Weil all dies nicht auf weißer Ganter-Fläche zu sehen sein sollte, deutete sie im Hintergrund die Fassaden eines Hauses samt Dach an.

Die Gestaltung habe Pfiff, attestierte Spadi – und wies beispielhaft auf die Spiegelungen im Ganter-Auge hin: Da sei auch ein Fenster angedeutet.

Bei der Vorstellung des neuen „Familienmitgliedes“ übernahmen es Katharina Gallas, 14, und Bastian Gallas, sieben, sowie Frederike Berendt, zehn, und Hendrik Berendt, 14, den Ganter zu enthüllen. GanterART-Vorsitzender Dirk Schulte Strathaus betonte, dass mit der Ganter-Aktion auch soziale Zwecke verfolgt werden. Das Geld, das hier zusammenkomme, bleibe in der Gemeinde.


Dirk Gallas bekannte, dass er bei der Vorstellung der Entwürfe zunächst auch skeptisch gewesen sei. Doch jetzt sei er „hin und weg“.