GRüPPENBüHREN - Eigentlich sollte in Grüppenbühren erst in Zukunft auf einer Fläche von 28,7 Hektar produziert und gehandelt werden – in einem neuen Gewerbegebiet. Funde des Landesamtes für Denkmalschutz sorgen im September allerdings nicht nur für die Erkenntnis, dass hier schon in der Eisenzeit fleißig gewerkelt wurde. 17 bei Probebohrungen allein auf einem ersten Teilstück gefundene Verhüttungsöfen aus der Zeit von 300 vor bis um Christi Geburt lassen auch die Planung der Gemeinde wackeln.
Angesichts der „ausgesprochen seltenen Funde“ besteht das Landesamt auf Ausgrabungen, sollte die Gemeinde, die große Teile des Gebietes in unmittelbarer Autobahnnähe bereits erworben hat, an den Planungen für das Gewerbegebiet festhalten. Zu zahlen hätte die Gemeinde, der Kreis winkt ab. Entscheiden muss der Gemeinderat. Spricht er sich gegen Ausgrabungen aus, dürfte auch das Gewerbegebiet vom Tisch sein. Entscheiden muss die Ratspolitik im Jahr 2011.
