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Feuerwehrhaus Grundstein für bald fertiges Gebäude

Sande - Sandes Ehrengemeindebrandmeister Werner Keller wird vermutlich vom Krankenhausbett zufrieden verfolgen, dass es mit dem Bau des künftigen Sander Feuerwehrhauses an der Bahnhofstraße zügig vorwärts geht und der Bau vermutlich noch Ende des Jahres fertig ist. Am Mittwochabend wurde in kleinerem Kreis der Feuerwehrführung, Bürgermeister und Planer die symbolische Grundsteinlegung für das Feuerwehrhaus nachgeholt. Die unter anderem mit einer aktuellen Tageszeitung befüllte Schatulle wurde zwischen Waschhalle und Fahrzeughalle eingemauert.

Kaum Zuschüsse in Sicht

Die Feier sollte eigentlich schon vor einer Woche erfolgen. Doch das geplante Richtfest mit nachträglicher Grundsteinlegung wurde kurzfristig abgesagt, nachdem Keller unmittelbar vor der Veranstaltung beim Feuerwehrhaus bewusstlos zusammengesackt war (die NWZ  berichtete). Durch das sofortige Eingreifen der umstehenden Ersthelfer wurde Schlimmeres verhindert. „Wir sind alle überglücklich, dass es ihm inzwischen besser geht“, sagte Gemeindebrandmeister Peter Hoffbauer.

„Ich habe noch am Vormittag mit Werner Keller telefoniert. Er ist schon wieder guter Dinge“, berichtete Reinhard Oncken, CDU-Ratsherr in Sande, Vorsitzender des Feuerwehrausschusses und langjähriger Kreisbrandmeister Frieslands.

Der Umbau der ehemaligen Druckerei Klein und des späteren FRF-Funkhauses an der Sander Bahnhofstraße 33 zum neuen Feuerwehrhaus schreitet unterdessen zügig voran. „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagte Sandes Bürgermeister Stephan Eiklenborg.

Die Kosten für den Umbau und die Ausstattung des Gebäudes für die Feuerwehrbelange belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro. Diesen Betrag muss die Gemeinde Sande fast vollständig aus eigener – leerer – Kasse zahlen. Lediglich 41 000 Euro fließen als Zuschuss vom Landkreis Friesland. Fördergelder von der Landesbrandkasse gibt es nicht, so Eiklenborg.


Geplant sind neben Aufenthalts- und Unterrichtsräumen vier Stellplätze für die Feuerwehrfahrzeuge, außerdem eine Waschhalle und eine Werkstatt sowie Räume für die Jugendfeuerwehr und Parkplätze für die Privatfahrzeuge der Feuerwehrkameraden. Der Haupteingang wird auf die rückwärtige Gebäudeseite verlegt.

Altes Gerätehaus zu klein

Dass das bisherige Feuerwehrhaus an der Hauptstraße in Sande für die Feuerwehr Sande längst zu klein geworden ist, darauf wies die Ortsfeuerwehr seit Jahren hin. Seit 2013 haben Feuerwehr und Gemeinde Sande das auch schriftlich: Die Feuerwehrunfallkasse hatte eine lange Mängelliste aufgestellt und der Gemeinde Sande Fristen gesetzt, bis wann diese abzustellen sind. Andernfalls würde es im Falle eines Falles haftungsrechtliche Probleme geben.

Da eine Erweiterung vor Ort an der Hauptstraße weder wirtschaftlich noch technisch machbar erschien, hielten Freiwillige Feuerwehr und Gemeinde Sande gemeinsam nach einem geeigneten neuen Standort Ausschau und wurden an der Bahnhofstraße fündig. Mit der Feuerwehrführung wurde der Umbau auch gemeinsam geplant.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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