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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Stuttgart 21: Grundstein für Milliardenprojekt gelegt

17.09.2016

Stuttgart Vor mehr als sechs Jahren schon sagte Bahnchef Rüdiger Grube: „Stuttgart 21 ist ab heute Realität.“ Im Februar 2010 bei der Feier zum Baubeginn des Milliardenvorhabens Stuttgart 21 wollten Kritiker das nicht glauben.

Das ist auch heute nicht anders, obwohl das Projekt mit der Grundsteinlegung – wieder mit Grube als Hauptredner – am Freitag einen weiteren Meilenstein erreicht. Den Festakt wertete der Bahnchef als deutliches Zeichen, dass das Rad nicht mehr zurückzudrehen ist: „Zum ersten Mal stehen wir heute auf dem Fundament des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs. Der neue Durchgangsbahnhof kommt. Er ist unumkehrbar“, sagte Grube vor mehr als 200 Gästen.

Eisenhart von Loeper vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 lässt das nicht gelten. Die Realisierung sei noch weit entfernt. „Das Projekt steht noch immer auf schwankendem Boden“, sagt er. Selbst wenn jetzt die riesige Bodenplatte für Bahnsteige und Gleise gegossen wird, halten die Gegner einen Ausstieg und einen Einstieg in eine aus ihrer Sicht verkehrlich, umweltpolitisch und finanziell günstigere Alternative noch für möglich.

Seit Grube 2010 den ersten Prellbock auf dem Gleisvorfeld symbolisch entfernte, haben sich wichtige Daten des Großvorhabens verändert: Offiziell soll der Tiefbahnhof Ende 2021 in Betrieb genommen werden, ausgeschlossen wird aber auch nicht 2023. Auch die Kosten sind seit dem Baubeginn in die Höhe geschnellt: Die einst von Grube genannte „Sollbruchstelle“ von 4,5 Milliarden Euro ist bereits um bis zu zwei Milliarden Euro überschritten. Grube sagte beim Festakt, das Limit von bis zu 6,5 Milliarden Euro lasse sich ebenso halten wie der „ambitionierte“ Zeitplan – allerdings mit größter Anstrengung. Wer aber die Mehrkosten trägt, ist unter den Projektpartnern ungeklärt.

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Von den Kritikern beauftragte Experten, aber dem Vernehmen nach auch der Bundesrechnungshof in einem Geheim-Bericht, gehen von einer Kostensteigerung auf zehn Milliarden Euro aus. Das wäre fast ein Vierfaches der anfangs kalkulierten Baukosten.

Stuttgart 21 ist eines von drei prominenten Projekten in Deutschland, die nicht pünktlich fertig und immer teurer werden. Das seit Mitte der 1990er Jahre geplante Projekt wird in einem Atemzug genannt mit dem Flughafen Berlin Brandenburg und der Hamburger Elbphilharmonie.

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