Cloppenburg - Wirtschaftlichkeit, Dauerhaftigkeit und Schönheit: Diese drei Kernvoraussetzungen muss, das hat der Architekt Prof. Bernhard Winking (Hamburg) bei der Grundsteinlegung für den neuen Dienstsitz der Polizeiinspektion (PI) Cloppenburg betont, ein Gebäude erfüllen. Nach diesem Verweis auf eine These des Renaissancebaumeister Andrea Palladio legte Winking beim Einmauern der traditionellen Zeitkapsel selbst mit Hand an.

Zu der Feierstunde am Dienstag, 2. August, hieß PI-Chef Günter Schell zahlreiche Gäste, allen voran Polizeipräsident Johann Kühme (Oldenburg) sowie die für den Bau verantwortlich zeichnende Leiterin des Staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland, Cristina von Pozniak-Bierschenk, auf der Baustelle an der Bahnhofstraße 62 willkommen. In ihren Grußworten stellten alle Redner den Neubau als zukünftiges „Highlight im Cloppenburger Stadtbild“ dar. Zudem dankten sie den am Entwurf und der Ausführung Beteiligten für das bisher gezeigte Engagement, das unfallfrei fortgesetzt werden solle.

Die Planungen für dieses als ein Ort der Sicherheit wegweisende Projekt waren bereits 2004 angelaufen (die NWZ  berichtete). Aktuell kündigte der CDU-Landtagsabgeordnete Clemens gr. Macke (Essen) eine Erhöhung des momentan zur Verfügung stehenden Budgets von 7,4 Millionen Euro auf rund acht Millionen Euro an. Das Richtfest steht für Anfang 2017 im Plan. Bisher liegt der Fortgang der Arbeiten bei routinemäßig weiterlaufendem Dienstbetrieb, daran erinnerte Schell, im vorgesehenen Zeitrahmen.

Als Einzugstermin wünschte sich Kühme den Herbst des kommenden Jahres „unbedingt zu halten“. Dann sollen den etwa 400 Mitarbeitern der PI mehr als 3500 Quadratmeter mit moderner Technik Büro- und Nutzfläche zur Verfügung stehen. Sie bieten, auch unter den besonderen, von der Polizei an ein Gebäude zu stellenden Sicherheitsanforderungen zeitgemäße Arbeitsbedingungen.

Darüber hinaus werde mit dem Cloppenburger Projekt, darauf verwies der Polizeipräsident, eine für die Bürger wichtige Bedingung erfüllt. Die Wache und die Dienststelle blieben auch in Zukunft als Anlaufstelle am gleichen Standort.


Dieser Argumentation folgte auch Cloppenburgs stellvertretender Bürgermeister Hermann Schröer (CDU) an. Zudem erklärte Schröer, die Grundsteinlegung bedeute, „wie eine Reihe anderer Bauvorhaben der vergangenen Jahre Zukunft für die Stadt Cloppenburg“.