Schönemoor - Dem Reit- und Fahrverein (RFV) Schönemoor wäre es nicht möglich, durch den Kauf einer breiteren Zuwegung die Erschließung des 6,5 Hektar großen Reitgeländes zu verbessern. Darauf weist Vorsitzende Maren Schröder nach Äußerungen von Grundstücksnachbarin Ute Mahlstedt hin („Vorm Investieren für eine breitere Zuwegung sorgen“, NWZ vom 17. Juli). Im Zuge des Kaufes des Reitgeländes sei seinerzeit ein Überwegungsrecht für Gelände-Eigentümer Arthur Baumfalk vereinbart worden – so dass der Verkauf des Streifens an den Verein „juristisch wahrscheinlich nicht durchsetzbar wäre“.
Wie berichtet, hatte Ute Mahlstedt angesichts der schmalen Zuwegung Bedenken gegen den Neubau einer Reithalle geäußert. Obwohl sie selbst des Öfteren von Seiten von Baumfalk und des Vereins verunglimpft worden sei, „war ich immer noch zu Verhandlungen bereit“. Eine Einigung sei an Baumfalk gescheitert.
Maren Schröder betonte, dass „der Streit um eine breitere Zuwegung nicht zwischen dem Reitverein und Frau Mahlstedt, sondern mit Arthur Baumfalk“ bestehe. „Trotzdem sind es der Reitverein und seine Mitglieder, die unter diesem Streit leiden, da die von Mahlstedt errichteten Stacheldrahtzäune am Weg für Pferde gefährlich sind.“
Dass eine Einigung über eine Wegverbreiterung an Baumfalk gescheitert sei, stimme nicht. „Dies weisen wir zurück, denn Mahlstedts Kompromissbereitschaft beschränkt sich auf eine Zahlung von 35 000 Euro seitens Herrn Baumfalk, um den Weg geringfügig zu verbreitern.“
Die RFV-Vorsitzende warf Ute Mahlstedt vor, Vorbereitungen des Hallenbaus zu behindern. Sie habe Speditionen, die zum Beispiel Pflastersteine lieferten, die Nutzung des Weges verweigert und mit der Polizei gedroht.
Der Verein, so ergänzte Maren Schröder, habe Ute Mahlstedt auch nicht verunglimpft. Einen direkten Kontakt habe es bislang nur im Zusammenhang mit einem Grundstücks-Kaufangebot gegeben. „Dies lehnten wir ab, da dieses Grundstück weder voll erschlossen ist, noch die Genehmigung für Neubauten jeglicher Art hat und deshalb für den Verein nicht nutzbar ist.“ Der Verein hoffe im Übrigen, „dass der Streit zwischen Arthur Baumfalk und Ute Mahlstedt beigelegt werden kann.“
