Mitteldeich - 80 Musikfreunde, die am Wochenende das Konzert der Lemberg Dixies im Klettergarten in Mitteldeich genießen wollten, haben sich mächtig über einen Landwirt geärgert. Der hatte pünktlich zum Konzertbeginn damit angefangen, Gülle auf seinem Feld auszubringen – in unmittelbarer Nachbarschaft des Klettergartens (NWZ berichtete).
Stephan Rasper, Betreiber des Klettergartens, schließt nicht aus, dass es sich um eine gegen ihn persönlich gerichtete Aktion handelte. Der Hintergrund könnte ein schon lange schwelender Streit um ein Wegerecht sein. Stephan Rasper liegt wegen dieser Sache nicht nur mit dem Landwirt, sondern auch mit der Gemeinde im Clinch.
Der Landwirt, der in der NWZ namentlich nicht in Erscheinung treten möchte, sagt, dass er von dem Konzert nichts gewusst habe. Normalerweise sei der Betrieb im Klettergarten um 19 Uhr beendet. Er habe das Ausbringen der Gülle ganz bewusst in die Abendstunden gelegt, um niemanden zu stören. Zudem sei er wegen der Witterung in Zugzwang gewesen. „Das war einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände“, versichert der Landwirt, „ich hab’s nicht absichtlich gemacht“. Einen Zusammenhang zwischen dem Wegerechtsstreit und dem Ausbringen der Gülle gebe es nicht.
Stephan Rasper mag das nicht glauben. Die Parkwiese am Klettergarten sei mit zahlreichen Autos gefüllt, der Klettergarten selbst von Lichtern hell erleuchtet gewesen. Der Betreiber des Klettergarten spricht von einer „riesengroßen Schweinerei“. Der Landwirt habe in den Streit Unbeteiligte, die sich auf ein schönes Konzert gefreut hatten, mit hineingezogen.
Einen Vorwurf macht Stephan Rasper aber auch der Gemeinde, mit der keine Einigung über das Wegerecht zu erzielen sei.
