Oldenburg/Wilhelmshaven - Die Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven wird bis 2022 durchgehend zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Zugleich werden eine Reihe von offenen Problemen in Verbindung mit dem Bahnausbau in Rastede, Varel, Sande und Wilhelmshaven gelöst. Das bekräftigten am Mittwoch Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, auf dem Gelände des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven.

Gemeinsam hatten sich die beiden am Morgen die neuralgischen Punkte in Oldenburg, Rastede, Varel und Sande angeschaut. Für Oldenburg gebe es noch ungelöste Probleme, nicht zuletzt wegen der 8600 Einwendungen, die Bürger gegen den Streckenausbau gemacht haben, bedauerte der Verkehrsminister. Mit der Erörterung der Einwendungen solle im November begonnen werden. Lies bot den Oldenburgern an, den Lärmschutz zügig auf den Weg zu bringen. Damit wäre den Menschen geholfen und könne bis 2022 die gesamte Elektrifizierung realisiert werden.

Die Kritiker des Streckenausbaus in Oldenburg würden gern einmal mit Bahn-Chef Grube ein persönliches Gespräch führen, sagte Ingo Splittgerber, Vorsitzender der Initiative Bahnanlieger Oldenburg (IBO), im Gespräch mit der NWZ . Er könne sich nicht vorstellen, dass man auf eine Umgehungstrasse für den Güterverkehr verzichten könne. Hintergrund des 844 Millionen Euro teuren Streckenausbaus ist die Erreichbarkeit des Jade-Weser-Ports und der dort notwendige Abtransport der Container per Bahn. Für den Nahverkehr zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven wird der Streckenausbau Einschränkungen mit sich bringen. Von 2017 bis 2019 wird die Bahnstrecke an Wochenenden für den Personennahverkehr gesperrt. Der Güterverkehr kann die Baustelle zwischen Varel und Sande passieren.