Tossens - Die Chancen, einen Ausbildungsplatz insbesondere im Handwerk sowie im Service- und Dienstleistungsbereich zu finden, sind derzeit recht gut. Das machte der Berufsorientierungstag mit Speed-Jobbing deutlich, der am späten Freitagnachmittag in der Tossenser Zinzendorfschule stattfand.

Mit ihrer gemeinsamen Aktion wollten die Zinzendorfschule und die Beschäftigungsförderungsgesellschaft Zeit & Service einerseits den Jugendlichen einen Einblick in die Ausbildungsangebote in der Region sowie andererseits den Unternehmen die direkte Kontaktaufnahme mit potenziellen Mitarbeitern ermöglichen.

Die Resonanz hielt sich bei Schülern und Eltern jedoch in Grenzen. Andreas Diercks, Leiter des Ober-, Real- und Hauptschulzweiges der Zinzendorfschule, hatte auf mehr Teilnehmer gehofft. Möglicherweise sei der späte Freitagnachmittag nicht der ideale Zeitpunkt gewesen. Von den Besuchern gab es aber viel Lob für die Schule und die Beschäftigungsförderungsgesellschaft dafür, dass sie ein solches Informationsangebot auf die Beine gestellt haben.

Rund 30 Unternehmen aus verschiedenen Branchen der Bereiche Dienstleistung, Wirtschaft und Handwerk präsentierten sich und ihre Ausbildungsplätze. Zeit & Service-Projektleiter Klaus Rieger hingegen hatte sich aber mehr Ausbildungsbetriebe aus der Gemeinde Butjadingen gewünscht.

Beim Speed-Jobbing hatten die potenziellen Auszubildende und die Firmenvertreter jeweils zehn Minuten Zeit, um in einem Gespräch einen ersten Eindruck voneinander zu gewinnen. Rund 50 Bewerber nutzen die Chance, sich zu präsentieren sowie mit eigenen Stärken und Fähigkeiten zu überzeugen. Auf der anderen Seite lernten die Betriebe potenzielle Auszubildende ohne aufwendiges Bewegungsverfahren kennen.


Diese und andere Unternehmen beteiligten sich zudem mit einer Art Messestand am Berufsorientierungstag, um interessierten Schülern und Eltern die gewünschten Informationen zu geben. Auch dort kam es zu einigen aufschlussreichen Gesprächen.

Dass in einigen Berufen Auszubildende gesucht werden, machten nicht nur die Firmenvertreter deutlich. Kay Schiwy, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit, präsentierte über 20 noch unbesetzte Ausbildungsplätze.

Andreas Diercks und Klaus Rieger hoffen, dass einige der zahlreiche Gespräche zwischen Schülern und Betrieben in einen Ausbildungsvertrag münden. Das wäre der größte Erfolg der Veranstaltung.