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Jahresbericht Gute Stimmung trotz weltweiter Probleme

Hannover - Die Masse der Betriebe im Oldenburger Land beurteilt die Lage weiter „optimistisch“ – trotz der weltweiten Unsicherheiten. Dieses brandaktuelle Ergebnis einer Betriebsbefragung spreche für „Stärke und Selbstvertrauen“, meinte der Präsident der Oldenburgischen IHK, Gert Stuke, am Freitag bei Vorlage des IHK-Jahresberichtes. Wirtschaft sei zum Teil „Psychologie“. So gesehen sei die Stimmungslage eine „hervorragende Voraussetzung“ für eine weiter gute Entwicklung.

Dämpfer für Industrie

Seit 2008 habe die Zahl der Beschäftigten im Kammerbezirk bereits um 50  000 zugenommen. Stuke und Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Peters rechnen hier mit einer Fortsetzung des Trends.

Auch der Jade-Weser-Port werde zur Erfolgsstory, meinte Stuke mit Blick auf zuletzt gute Nachrichten. Das sei immer mehr eine „große Sache für ganz Norddeutschland“.

Ein Motor der guten Regionalentwicklung, die Industrie, läuft allerdings nicht mehr ganz so rund: Der Industrieumsatz im Oldenburger Land sank 2014 – bei starken regionalen Unterschieden – um 0,8 Prozent. „So etwas ist neu“, sagte Peters. Hauptgrund sei das wichtige Ernährungsgewerbe, besonders in den Kreisen Cloppenburg und Vechta. Im konjunkturell wechselvollen 2014 – mit schwungvollem Start und folgender Schwäche – sei wegen der Probleme mit Russland Preisdruck für Nahrung aufgekommen.

Stuke betonte die Bedeutung von Rahmenbedingungen für Stimmung und Investitionen. So sei zusätzlicher Bürokratie-Aufwand beim gesetzlichen Mindestlohn „inakzeptabel“. Augenmaß sei bei der Neugestaltung der Erbschaftsteuer angesagt. „Wir erwarten einen Vorschlag, der mittelstandfreundlich ist“. Generell müsse der Stellenwert der Ökonomie bei politischen Entscheidungen wieder höher gewichtet werden.

Als „riesengroßes Thema“ sieht Stuke die Versorgung der Region mit Breitbandkabel an – „mit der Leistung, die gebraucht wird“. Er erwarte von der Politik eine offensivere Strategie“ für einen massiven Ausbau des Netzes.


Wie üblich mahnte die IHK einen Ausbau der Infrastruktur an. Obenan stünden die Küstenautobahn A20 und der Ausbau der E233 (Cloppenburg/Emsland), so Geschäftsführer Felix Jahn. Vordringlich ausgeführt werden müssen die Projekte B 211 (Mittelort-Brake) und B 212 (Delmenhorst). Man habe „kein Verständnis für Stilland.“

Projekt Standortatlas

Zur Ermittlung von Stärken und Schwächen der Region kündigte Geschäftsführer Björn Schaeper die Erarbeitung eines „Standortatlas“ an. Er werde aufzeigen, wo Handlungsbedarf bestehe. Die für für Einzelhandel zuständige Geschäftsführern Carola Havekost plant weitere kostenlose „Ladenchecks“, etwa in Wildeshausen. 25 Checks seien bereits erfolgt. Händler erführen so, wo man stehe.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)
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