Internationaler Frauentag am 8. März und das Verhalten im Wildeshauser Stadtrat (diverse Berichte):
Gerade wer am Internationalen Frauentag Tag an die Courage und die Ausdauer unserer Vorkämpferinnen für die Gleichberechtigung der Frau denkt, macht die Ignoranz und Selbstgefälligkeit von etlichen heute lebenden Männern wütend. Das sind die Männer, für die Frau nicht vorhanden sind.
Wie peinlich ist das im Wildeshauser Stadtrat, wenn immer wieder nur von Ratsherren gesprochen wird. Meine unsortierten Wahrnehmungen der vergangenen Monate lassen meine Gelassenheit schwinden, weil es eine Respektlosigkeit gegenüber Frauen ist, eine Diskriminierung.
Nun hat frau Verständnis für Männer, die sich überwiegend in Bereichen aufhalten, wo keine Frauen sind. Der Schäfer mit seiner Schafherde zum Beispiel. Da haben es Lehrer, Journalisten, Richter und Verwaltungsfachleute doch besser: Frauen sind in diesen Arbeitsfeldern reichlich vorhanden, ohne Frauen gehts gar nicht mehr. Man(n) hat sich daran gewöhnt und gelernt: Frauen gibt es überall.
Und im Stadtrat: Frauen sind vorhanden aber angesprochen werden sie tatsächlich häufig nur als Ratsherren. Was ist da schief gelaufen?
Frau wird erinnert an eine These der Frauenbewegung der 80er Jahre: Viele Männer entwickeln sich nicht weiter, sie sind auf dem Stand ihrer Väter und Großväter stehen geblieben. Ja, das ist wirklich böse, aber eine sympathischere Analyse ist angesichts der dokumentierten Selbstherrlichkeit schwierig!
Meine gute Tat zum Internationalen Frauentag Nachahmung empfohlen wird die Holzhammermethode sein und also die betroffenen Männer so ansprechen: Frau (Wolfgang) Däubler, Frau (Rainer) Kolloge und Frau (Jens) Kuraschinski. Der Schock wird vielleicht etwas bewirken.
Gerda Lehmensiek, Wildeshausen
