HAARENESCHVIERTEL - „Verkehr geht nur miteinander": Mit diesem Aufruf warb die Stadt vor Jahren um mehr Miteinander im Straßenverkehr. „Leider mit mäßigem Erfolg“, stellte Torsten Tschigor, Geschäftsführer der Verkehrswacht, auf der Hauptversammlung des Vereins fest. „Die Idee war gut, aber der nachhaltige Effekt blieb aus, wie man es täglich auf den Straßen beobachten kann.“

Für das Jahr 2008 hat die Verkehrswacht sich auf die Fahnen geschrieben, den schwächsten Verkehrsteilnehmern, den Radfahrern, ihre Situation vor Augen zu führen: Gefahrenpunkte aufzeigen, Schwachstellen offen legen und für Eigenprävention werben, aber auch Verständnis für den Autofahrer vermitteln, der einen unbeleuchteten Radfahrer oft erst zu spät erkennen kann.

Laut Tschigor sind im Jahr 2007 bundesweit 79 020 Radfahrer im Straßenverkehr verunglückt, davon 12 008 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre. „Das sind für uns Zahlen, die uns anspornen, für die Verkehrssicherheit gerade dieser Zielgruppen noch mehr zu tun“, so Tschigor.

Aus diesem Grund erinnert die Verkehrswacht an die Sicherheitsstandards für Räder. Zum den vorgeschriebenen Ausstattungsteilen gehören u.a. zwei voneinander unabhängige Bremsen für Vorder- und Hinterrad, funktionierende Leuchten, diverse Reflektoren und eine hell tönende Klingel. Und: „Viele Unfälle mit Kopfverletzungen wären glimpflicher verlaufen, wenn der Radfahrer einen Helm getragen hätte", weiß Tschigor. Tipps dazu gibt die Verkehrswacht im Internet. Wer sich für die Arbeit des Vereins interessiert, kann sich unter Tel. 235 23 97 melden.

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