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Gartenausstellung In Haarentor Hier heißt die Parole „Vielfalt“

Haarentor - Eine Chance bekommt hier auch noch das mickrige Pflänzchen. Das liegt wohl an der grundsätzlichen Liebe zu den Pflanzen, die Marion Habben schon in der Kindheit – sozusagen – eingepflanzt worden ist. Bei der Mitarbeit im elterlichen Garten in Eversten wurde diese Saat gesetzt. Und die ist aufgegangen. „Ich war gut im Gärtnern, und ich habe eine Beziehung zu den Pflanzen“, sagt die 63-Jährige.

Von ökologischem Wert

Sie und ihr Mann Norbert Claßen, der aus Nadorst stammt, haben sich 1997 ein Eigenheim in der Dresdener Straße gekauft und nicht nur das Haus (von 1963) umgestaltet, sondern auch den Garten. „Die Pflanzen müssen zu uns passen“, nennt Marion Habben dabei als ein wichtiges Stichwort. Und was passt? „Wichtig ist uns der ökologische Wert.“ In Zeiten, als vom Insektensterben öffentlich noch nicht die Rede war, hat das Ehepaar darauf geachtet, dass auch die Fauna was von diesem rund 400 Quadratmete großen Stück Natur hat.

„Den Rasen im Vorgarten haben wir sofort umgegraben, erzählt Norbert Claßen. Die breit gepflasterten Wege hinterm Haus wurden extrem verkleinert. „Wir laufen jetzt einspurig“, sagt der 68-Jährige lachend. Die Terrasse hat das Paar vergrößert. Die Bepflanzung sei anfangs etwas chaotisch gewesen, erinnert sich Marion Habben. Mit der Zeit und mit mehr Wissen über die Bodenbeschaffenheit habe man aber eine klarere Strukturen gefunden. „Wir sind mit dem Garten mitgewachsen“, sagt sie. „Das einzig Beständige ist die Veränderung in unserem Garten“, sagt er. „Die Erde braucht Freunde“ steht auf einem von dem ehemaligen Mathelehrer kreierten Holzschild an der Garage. Und dieser Spruch erklärt die besondere Beziehung des Paares zur Natur.

Die Tannen des Vorbesitzers wurden gerodet. Nur ein Lebensbaum (von vielen) ist geblieben. „Er bietet den Vögeln Schutz“, hat die frühere Telekom-Mitarbeiterin beobachtet. Von der Terrasse aus, geht es zur Kräuterecke. „Schnittlauch, Thymian, Majoran, Zitronenmelisse, Schafgarbe, Frauenmantel, Mutterkraut“, zählt die Hausherrin auf. Ein süßer Duft entströmt der Silberkerze und lockt Insekten an. Die süßen Monatserdbeeren schätzen nicht nur deren Besitzer. „Auch die Nachbarskinder mögen sie sehr gern.“

Möglichst viele Farben

Gelbe Nachtkerzen, rosa Phlox, violette Kugeldisteln und gelbe Mädchenaugen sind in verschiedenen Beeten zu entdecken. „Möglichst viele Farben“, sagt sie. „Vielfalt ist die Parole“, sagt er. Besonders schätzt Marion Habben den Alant. Aus der Wurzel der gelbblühenden Heilpflanze könne man einen Sud gegen Husten zubereiten. Lungenkraut, Kamille und Johanniskraut gibt es auch. „Und Brennnesseln für die Schmetterlinge“, so die 63-Jährige.


In der „Kummerecke“ in der anfangs nichts so recht gedeihen wollte, sieht es mittlerweile fröhlich aus. Der Amberbaum, den das Paar dort gepflanzt hat, bekommt im Herbst feuerrotes Laub. Dann werden auch die Kürbisse und die Bohnen geerntet sein, die zwischen den Blumen vor dem Haus gedeihen.

Regenwasser für die Bewässerung der Flora sammelt das Paar in mehreren großen Tonnen. Gartenabfälle wandern in den Häcksler und dann als Mulch aufs Beet. Man handelt ökologisch. Das bedeutet auch, dass die Pflanzen hier eine Chance gekommen. So wie die Mariendistel, die sich seit geraumer Zeit hängen lässt. „Jede Pflanze in ihrer gesamten Entwicklung ist mir wichtig“, betont Marion Habben. Auch wenn etwas verblüht sei, habe es immer noch einen Wert für die Insekten.

Der Garten sei für sie eine Kraftquelle, sagen die beiden Ruheständler. Er brauche aber auch seine Zeit und viel Liebe zu den Pflanzen.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg
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