Kreis Cloppenburg/Stapelfeld - „Geht es meinen Tieren gut, geht es mir auch gut“, betont Johannes Abeln. Am Sonntag, 25. Oktober, möchte der Landwirt aus Stapelfeld allen Besuchern beim „Tag des offenen Geflügelstalls“ zeigen, wie seine rund 62 000 Hähnchen leben. Zwischen 14 und 17 Uhr können sie einen Stall an der Bundesstraße 68 besichtigen und mit dem Landwirt und Experten der Uni Vechta und der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft ins Gespräch kommen.

Abeln macht mit bei der Transparenzoffensive der Geflügelwirtschaft. Seit drei Jahren öffnen auch in Niedersachsen Geflügelhalter ihre Ställe für Besucher, um einen realistischen Einblick in ihre Arbeit zu geben. Initiator ist der Landesverband der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft (NGW). Geleitet wird das Projekt vom Wissenschafts- und Informationszentrum Nachhaltige Geflügelwirtschaft (WING) der Universität Vechta. Das WING befragt für eine Studie die Besucher vor und nach dem Stallbesuch zu ihren Erwartungen und Eindrücken.

Abeln ist der erste Hähnchenhalter aus dem Kreis Cloppenburg, der bei der Transparenzoffensive mitmacht. Vor sechs Jahren hat sich der Familienbetrieb von der Milchviehhaltung verabschiedet und mit der Geflügelmast begonnen. Sohn Stefan (18), der gerade eine landwirtschaftliche Ausbildung absolviert, möchte den Betrieb einmal übernehmen.

Wie in Deutschland üblich, leben Abelns Hähnchen in Bodenhaltung. Jedes Tier hat genug Platz, um zu den Tränken und zu den Futterschalen zu gelangen. Der Landwirt nimmt an der Initiative Tierwohl teil, mit der sich Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel gemeinsam die Förderung einer nachhaltigen Fleischerzeugung und des Tierwohls zum Ziel gesetzt haben.

Nur gesunde Hähnchen würden von seinem Abnehmer akzeptiert. Deswegen hat Abeln neben der ethischen Verantwortung als Tierhalter auch ein wirtschaftliches Interesse daran, dass es den Tieren gut geht. Seine Devise: „Ich kann nur gesunde Tiere vermarkten.“


Abeln achtet wie alle seine Berufskollegen sehr auf Hygiene. Wer den Stall betreten möchte, muss einen Schutzanzug überziehen, um keine Krankheitserreger einzutragen. Für die Besucher am Sonntag sind Schutzanzüge vorhanden.