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Hafen-Zusammenarbeit gegen Konkurrenz in Rotterdam

Sönke Möhl

FRAGE:

Endet jetzt das Konkurrenzdenken der deutschen Containerhäfen?

GÜNTHNER

: Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir am Ende dahinkommen. Das Unternehmen Eurogate sitzt in Hamburg, Bremerhaven und künftig im Jade-WeserPort. Wenn man sich anschaut, dass die Hamburger Hafen und Logistik AG mit einem Bremer Speditionsunternehmen kooperiert, dass Eurogate und HHLA beim Hinterlandverkehr zusammenarbeiten, zeigt sich doch, wie eng die Zusammenarbeit schon ist. Vieles von dem, was kritisch in der Öffentlichkeit diskutiert wird, sind aufgeblasene politische Debatten, die in der Wirtschaft keine Relevanz haben.

FRAGE:

Wie zeigt sich das konkret?

GÜNTHNER

: An gemeinsamen Auftritten der Hafenstandorte unter dem Dach German Ports. Auf der Landkarte liegen nur ein paar Millimeter zwischen Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hamburg. Da kann man in China, Singapur oder Südkorea niemandem klar machen können, worin der Unterschied besteht. Wir müssen die Ladung auf Deutschland ziehen, davon werden am Ende alle profitieren. Wir profitieren in Bremerhaven, wenn Kaufleute aus Bremen in Hamburg gute Geschäfte machen und umgekehrt genauso.

FRAGE:

Warum braucht Bremen den Jade-Weser-Port?

GÜNTHNER

: Wir sind ein starker Hafenstandort insgesamt in der Deutschen Bucht, wir brauchen diesen Ausbau, sonst können wir in absehbarer Zeit die Ladung nicht mehr aufnehmen. Wir sind in Bremerhaven mit 5,9 Millionen TEU (Standardcontainer) auf Rekordwert. Der Wettbewerb findet nicht zwischen Bremerhaven und Wilhelmshaven statt. Der Hauptwettbewerber ist Rotterdam.

FRAGE:

Gefährden Baumängel den Starttermin am 5. August?

GÜNTHNER

: Ich hoffe das nicht. Es gilt das Wort der Geschäftsführung, dass dieser Termin steht und nicht gefährdet ist. Aber natürlich machen die Meldungen von der Baustelle uns Sorgen.

FRAGE:

Wie sehen Sie die Debatte um die Hafengebühren im Jade-Weser-Port?

GÜNTHNER

: Es ist der richtige Weg, Anreize zu schaffen, um den neuen Hafen für die Reeder attraktiv zu machen. Ich denke, die jetzt gefundene Lösung ist für den Start die richtige.

Martin Günthner

ist Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen sowie Senator für Justiz und Verfassung der Freien Hansestadt Bremen. Der 36-jährige SPD-Politiker setzt auf eine gemeinsame Hafenpolitik in Deutschland.  @ Infos unter

http://www.bremen.de

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