HAHN-LEHMDEN - Wie in der alten Fernseh-Show „Was bin ich?“ ging es am Donnerstag im Modeunternehmen Ulla Popken zu. 41 Kinder waren am Zukunftstag für Mädchen und Jungen in der Firmenzentrale in Hahn-Lehmden zu Gast und spielten heiteres Beruferaten. Der Tag soll Schülern der Klassen fünf bis zehn Einblicke in verschiedene Tätigkeitsfelder verschaffen.
Bei Ulla Popken stellte Ausbildungsleiterin Ann Katrin Pniwczak die Berufe Fachinformatiker Systemintegration, Groß- und Außenhandelskaufmann, Bürokaufmann und Fachkraft für Lagerlogistik vor. In zwei Gruppen aufgeteilt erkundeten die Kinder bei einer Führung das Lager des Modeunternehmens.
Im zweiten Teil spielte PR-Referentin Nicola Karmires mit ihnen dann Beruferaten. Vier Auszubildenden der Firma sollten die Schüler den passenden Job zuordnen. „Damit zeigen wir, dass es keine geschlechtsspezifischen Grenzen gibt. Den einzigen Mann unter den vier Azubis halten viele für den Fachinformatiker, dabei ist er Bürokaufmann“, erklärte Karmires.
Keine Geschlechtergrenzen hat auch der Beruf des Landschaftsgärtners. Das erfuhren die acht Kinder, die den Zukunftstag auf Einladung von Hanna Binnewies, der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Rastede, bei der Firma Braukmann in Hankhausen verbrachten. „In unserem Beruf arbeiten viele Frauen. Er lässt sich gut mit der Familienplanung vereinbaren, weil er auch von zu Hause aus und halbtags ausgeübt werden kann“, berichtete Jürgen Braukmann.
Der Diplom-Ingenieur zeigte den Kindern Maschinen wie Radlader oder Rasenmäher. Anschließend informierte er über die Arbeit im Garten- und Landschaftsbau sowie die Weiterbildungsmöglichkeiten, die bis zu einem Studium reichen.
Auch an der KGS Feldbreite ging es am Donnerstag ins Freie. Im Schulgarten pflanzten die Jungen einheimische Gehölze. Die Schule, an der die Jahrgänge 5 und 6 unterrichtet werden, hatte ein umfangreiches Alternativprogramm zusammengestellt. Daran nahmen alle Schüler teil, die nicht in einem Betrieb untergekommen waren.
„Die Schüler lernen, wie man eine Pflanzenliste liest und wie man Büsche eingräbt“, erläuterte Lehrerin Sonja Eitel-Harms. Die Kinder erfuhren auch, dass der Dünger nicht an die Wurzeln gegeben werden sollte und dass eine kleine Schaufel bereits ausreicht.
Im Schulgebäude brachte derweil Lehrerin Andrea Buschmann den Schülern Tätigkeiten aus dem Haushalt näher. Am Bügelbrett konnte sie Moritz (12) aber nichts mehr vormachen: „Zu Hause bügele ich meine Hemden und meine andere Wäsche schon selbst“, sagte der Junge.
Die Mädchen besuchten unterdessen die Freiwillige Feuerwehr. Horst Steenken gab dort einen Einblick in die Tätigkeit der Wehr. Außerdem informierte er über die Aufgaben einer Berufswehr.
