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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Ammerland-Brot schmeckt auch Spaniern

21.09.2018

Halsbek Einer der größten deutschen Brot- und Kuchenproduzenten hat seinen Hauptsitz auf dem flachen Land. Auf einem Areal im Norden der Stadtgemeinde Westerstede werden täglich Brot- und Kuchenprodukte hergestellt – und das in riesigen Mengen. Nicht nur in Halsbek, auch an einem weiteren Firmensitz in Dinklage benötigt man jeden Monat 1333 Tonnen Mehl. Das reicht für rund 3,6 Millionen Brote. Im Blick hat die Unternehmensleitung aber noch ehrgeizigere Ziele. Und dafür mussten Lagerstätten und Verwaltung am Standort Halsbek wachsen.

Gerade fertig geworden sind ein neues Trockenlager für 1800 Palettenplätze und ein Tiefkühllager mit beachtlichen Kapazitäten. „Von dieser Erweiterung versprechen wir uns unter anderem bessere und vor allem günstige Einkaufsmöglichkeiten, denn damit kann der Zwischenhandel umgangen werden“, erklärt Stöhr-Brot-Geschäftsführer Harm Bartels (59), der die Unternehmensgruppe gemeinsam mit seiner Ehefrau Angelika Bartels-Stöhr und Sohn Stefan Bartels (30) führt.

Eiskalt geplant

Der neue Tiefkühlbereich der Großbäckerei bietet nach Ansicht des Unternehmens besonders gute Entwicklungschancen. Bei minus 24 Grad Celsius können hier zum Beispiel Kirschen, halbe Pflaumen oder gewürfelte Äpfel zwischengelagert und bei Bedarf aufgetaut werden. Die Kuchenproduktion bei Stöhr wächst ebenfalls.

120 000 Berliner am Tag

Auch Fertigprodukte, Brötchen oder Berliner hat Stöhr dabei auf der Rechnung. Sie kommen bereits aufgetaut beim Kunden an. Gerade die süßen Berliner sind eine typische Saisonware. Sie gehen besonders zur Faschingszeit gut, aber auch zum Jahresende steigt der Bedarf deutlich an. 2005 entstand in Halsbek eine Fettbackanlage für Berliner. Tagesleistung: 120 000 Stück.

Groß geworden ist die Unternehmensgruppe als maßgeblicher Handelspartner der Verbrauchermarktkette Aldi. Bis heute beliefert Stöhr Aldi-Nord, außerdem Aldi-Süd mit glutenfreiem Brot. Es wird seit 2013 in Neusüdende (Gemeinde Rastede) gebacken. „Selbst Verbrauchermärkte in Spanien und Portugal stehen auf unserer Liste von Handelspartnern. Dorthin liefern wir fünf Brotsorten“, weiß Stefan Bartels, der im Unternehmen bereits heute an maßgeblicher Position tätig ist.

Ausgedehnt werden soll das Geschäft mit Brot und Kuchenartikeln auf weitere Handelspartner. „Wir führen gegenwärtig aussichtsreiche Gespräche“, deutet Harm Bartels an. Zu den Kunden zählen bereits große Kliniken in Bremen. Auch ein weiteres Haus in Bremerhaven soll interessiert sein.

Brot für Kreuzfahrer

Ferner steht Stöhr-Brot offenbar im Focus von Schiffsausrüstern. „Wir wissen, dass einige unserer Produkte auf Fluss-Kreuzfahrtschiffen angeboten werden“, so Harm Bartels.

Ob sich das auch auf die boomende Kreuzfahrtindu­strie „See“ ausdehnen lässt, ist gegenwärtig offenbar noch unklar. Doch da in den norddeutschen Kreuzfahrthäfen in den kommenden Jahren immer mehr Passagiere abgefertigt werden – vor allem in Hamburg und Bremerhaven – könnte sich ein gewisser Bedarf unter Schiffsausrüstern abzeichnen. Entsprechende Kontakte sind geknüpft.

Platz für Verwaltung

Neu sind in Halsbek nicht nur Lagerhallen. „Wir haben auch unsere Verwaltung um 15 Räume vergrößert“, bestätigt Angelika Bartels-Stöhr. Fest eingeplant sind weitere Arbeitsplätze. Gesucht werden Techniker und Bäcker für Großmaschinen.

Heiner Otto
Korrespondent
Redaktion Bremerhaven
Tel:
0471 95154216

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