HAMBURG - Mit dem Klimawandel verschiebt sich auch die Weinbaugrenze weiter nach Norden. In St. Peter-Ording wird Riesling und in der Holsteinischen Schweiz Müller-Thurgau angebaut. Nahe der Hamburger Landungsbrücken gedeihen seit zwölf Jahren die Trauben Phoenix und Regent. Als ,,Polargrenze" des Weines galt bisher der 52. Breitengrad (Höhe Bielefeld). Manfred Stock vom Potsdam-Institut für Klimaforschung hält diese Grenze nicht mehr für haltbar: ,,Wein kann immer weiter nordwärts angepflanzt werden." Selbst auf der schwedischen Insel Gotland werde Wein kultiviert. Die Nordwanderung zeige sich besonders deutlich in England. Hier sei die Weinanbaufläche in den vergangenen 20 Jahren um 300 Prozent gewachsen. ,,Die haben ein paar ganz gute Tropfen", weiß Stock.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
