Hamburg - Die „Cap San Diego“ ist das größte fahrtüchtige Museumsfrachtschiff der Welt. Sie lief am 15. Dezember 1961 nach einer Bauzeit von acht Monaten bei der Deutschen Werft AG in Hamburg-Finkenwerder vom Stapel und ist das letzte noch erhaltene Schiff einer Serie von sechs schnellen Stückgutfrachtern, die seinerzeit für die Reederei Hamburg Süd gebaut wurden.

Zwischen 1962 und 1981 verkehrte die „Cap“ im Liniendienst zwischen Europa und der Ostküste Südamerikas – was ihr den Namen „Der weiße Schwan des Südatlantiks“ bescherte. Die „Cap San Diego“ absolvierte in dieser Zeit 120 Rundreisen, wobei eine Reise etwa 60 Tage dauerte.

Am 10. Dezember 1981 wurde die „Cap“ an eine spanische Reederei verkauft, absolvierte aber zunächst weiter die gewohnten Rundreisen in Hamburg-Süd-Charter. Im Frühjahr 1986 erhielt das Schiff abermals einen neuen Eigner, die Multitrade Shipping Inc. in Monrovia, und es hieß fortan „Sangria“ . Am 12. August 1986 kaufte die Freie und Hansestadt Hamburg das Schiff und rettet es vor der drohenden Verschrottung.

Das nun im Hamburger Hafen liegende Schiff misst in der Länge über alles 159,40 Meter und an der größten Breite 21,47 Meter. Eignerin der „Cap San Diego“, die gleichzeitig Museums- und Event-Schiff und schwimmendes Hotel ist, ist die Stiftung Hamburger Admiralität.